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Internationale Zusammenarbeit im Waldbrandschutz

Waldbrandgefahr im Niedersächsischen Landeswald steigt

Das warme und trockene Aprilwetter lässt die Waldbrandgefahr im Niedersächsischen Landeswald kritisch ansteigen. Nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes (1 gering bis 5 sehr hoch) liegen die Werte für Niedersachsen mittlerweile bei der Gefahrenstufe 4, örtlich wird am Karfreitag die Stufe 5 erreicht.
Die Försterinnen und Förster insbesondere im Flachland Niedersachsens sind bereits alarmiert, denn gerade in den lichten Kiefernwäldern im Norden ist die Waldbrandgefahr besonders hoch. Ab Gefahrstufe 3 wurde ab Montag die Waldbrandzentrale in Lüneburg besetzt. Hier laufen alle Bilder und Daten der 20 Waldbrandüberwachungskameras zusammen. Die hochmodernen Kameras haben einen Rundumblick von über zehn Kilometer und erkennen frühzeitig Rauchentwickung. Im Lüneburger Bereich wird hingegen die Polizei entscheiden, ob zusätzlich ein Flugzeug zur Überwachung der Wälder aus der Luft mit einem forstlichen Beobachter an Bord starten wird.
„Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Waldbrandbekämpfung ist das rechtzeitige Entdecken von Waldbränden“, betont Peter Wollborn, zuständiger Abteilungsleiter für Waldschutz in den Landesforsten, „mit den Kameras aus der Raumfahrttechnik haben wir derzeit das modernste Früherkennungssystem für Waldbrände!“
Die Niedersächsischen Landesforsten bitten die Bevölkerung gerade in diesen Tagen auch um ihre Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Hier sind insbesondere folgende Punkte zu beachten:
  • Kein offenes Feuer im Wald oder Waldnähe
  • Grillen nur auf freigegebenen Grillplätzen, dazu bitte das örtliche Forstamt fragen
  • Im Wald gilt bis zum 31. Oktober ein allgemeines Rauchverbot
  • Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen
  • Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden!
NLF

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