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Schon jetzt ist in vielen Teilen Deutschlands die Waldbrandgefahr besonders hoch.

Waldbrandgefahr in Hessen derzeit besonders hoch

Die Waldbesitzervereinigung wie auch das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Hessen sorgen sich über die langanhaltende Trockenheit in den Wäldern. Schon jetzt ist es so warm und trocken, dass Waldbrandgefahr besteht.

Die Wälder leiden weiterhin unter der langanhaltenden Trockenheit. Nach vier Wochen ohne Niederschlag ist die Waldbrandgefahr besonders hoch. Bereits wenige Funken reichen aus, um trockene Gräser und Sträucher am Wegrand zu entzünden. Auf den zahlreichen und großen, durch Borkenkäferbefall und Sturmschäden entstandenen Kahlflächen liegen riesige Mengen ausgetrockneter und leicht entflammbarer Baumkronen, Äste und Reisig. „Deshalb wurde diese Woche erstmals in diesem Jahr die erste von zwei Alarmstufen, Alarmstufe A, ausgerufen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden.

Ein Funkenflug reicht für einen Waldbrand aus

Seit vier Wochen fiel in Hessen kein Regen mehr. Hinzu kommt stetiger Wind, der die Natur weiter austrocknet. Die Folge sind trockene Böschungen, Weg- und Waldränder. Bäume des Vorjahres sind inzwischen stark ausgetrocknet und sind somit leicht entzündbares Material dar. Auch die Winterniederschläge haben kaum ausgereicht, um die Wasservorräte der Böden in tieferen Schichten wieder aufzufüllen. Die obersten 20 cm der Böden sind nach fünf Wochen ohne Regen staubtrocken und die Waldbrandgefahr in den hessischen Wäldern ist extrem hoch. Seit Jahresbeginn hat es in Hessen bereits über 20 Waldbrände mit einer Schadfläche von rund 2 ha gegeben.

Für die nächsten Tage besteht nach aktuellen Prognosedaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Hessens mittlere bis hohe Waldbrandgefahr. Mit dem Ausrufen der Alarmstufe A wird sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden.

Achtsamkeit ist das A und O 

Der Hessische Waldbesitzerverband fordert alle Waldbesucher zu besonderer Achtsamkeit auf. Autos dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden, denn ein heißer Auspuff an trockenem Gras kann zur unmittelbaren Brandgefahr werden. Rauchen im Wald ist absolut verboten. Auch auf ausgewiesenen Grillplätzen am Wald sollte wegen der Gefahr des Funkenfluges wie auch der derzeitigen Corona-Pandemie-Situation derzeit nicht gegrillt werden. Auch liegen gelassene Flaschen und Glasscherben stellen ein hohes Risiko dar. 

 

Die Waldbrandgefahr ist im Frühjahr besonders hoch. Warum erfahren Sie in einem unserer Beiträge, hier. 

Weitere Infos gibt es vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hier. 

 

Hintergrund: Auf Grundlage der täglich aktualisierten Waldbrandgefahrenprognose des DWD sowie weiterer Faktoren, wie z.B. der Bodenfeuchte, dem bisherigen Witterungsverlauf und Brandgeschehen sowie Einschätzung der Großwetterlage wird vom Hessischen Umweltministerium eine der beiden Hessischen Alarmstufen ausgelöst. Das Ausrufen der Alarmstufe A bedeutet, dass in Hessen oder Teilen Hessens eine fortgesetzt hohe Waldbrandgefahr besteht. Die Alarmstufe A ist eine Vorstufe zur Alarmstufe B. Bei Alarmstufe B herrscht fortgesetzt eine sehr hohe Waldbrandgefahr, die u.a. die Möglichkeit zur flächendeckenden Sperrung von Grillplätzen, Waldwegen und Waldflächen beinhaltet.

Quelle: WBV Hessen/ Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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