ABO
Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt

Trotz Nachtfröste in den letzten beiden Wochen besteht in Brandenburger Wäldern aktuell eine Waldbrandgefahr. Ausgebliebene Niederschläge und starker Wind sowie erste intensive Sonnenstrahlen haben den Oberboden ausgetrocknet. So mussten die Feuerwehren in den vergangenen Tagen zur Bekämpfung erster Waldbrände ausrücken.
Der Landesbetrieb Forst Brandenburg gewährleistet die Überwachung der 1,1 Mio. ha Wald aller Eigentumsarten bei ausgelösten Waldbrandwarnstufen durch das Waldbrandfrüherkennungssystem „Fire Watch“. 109 Kamerasysteme mit optischen Sensoren liefern Bilder, die in den zehn Waldbrandzentralen des Landes ausgewertet werden. Brände werden anhand erkannter Rauchentwicklungen sofort den zuständigen Leitstellen der Feuerwehr gemeldet.

Waldbrand-Statistik 2010

In der Waldbrandsaison 2010 kam es im Land Brandenburg zu 210 Waldbränden. Dabei wurden 297 ha Wald vernichtet. Damit ist das vergangene ein durchschnittliches Waldbrandjahr. Der finanzielle Schaden lag bei 2000 €/ha. Am 11. Juli 2010 ereignete sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Oberförsterei Jüterbog durch Selbstentzündung alter Munition ein Großbrand, bei dem 245 ha Wald geschädigt oder vernichtet wurden. Seit 2005 fallen in der Statistik regelmäßig überdurchschnittlich große Brandflächen auf. Ursache waren stets Großbrände auf ehemaligen Truppenübungsplätzen.

Im Jahr 2010 entstanden 121 Brände (58 %) während der Waldbrandwarnstufe 4. Lediglich 3 % traten auf, als keine Waldbrandwarnstufe festgelegt war. 56 Brände (27 %) entstanden durch vorsätzliche Brandstiftung, 9 (4,3 %) durch Blitzeinschläge. Stärker als in den Jahren zuvor wurden Waldbrände durch Selbstentzündung alter Munition verursacht. Bei 80 Bränden (38 %) blieb die Ursache unbekannt.

MIL Brandenburg

Auch interessant

von