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Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg stark angestiegen

„Durch die ungewöhnlich trockene Witterung im März und April und die hohen Temperaturen ist die Waldbrandgefahr in unseren Wäldern stark angestiegen. Auch über das Osterwochenende besteht im ganzen Land hohe Waldbrandgefahr. Um Waldbrände zu vermeiden, sollten Waldbesucher und Forstpersonal besondere Vorsicht walten lassen“, sagte Forstminister Rudolf Köberle MdL am 20. April in Stuttgart. Forstminister und Landesbetrieb Forst BW bitten die Waldbesucher, folgende Regeln zu beachten:
  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Feuer machen ist nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen erlaubt. Bei örtlich besonders hoher Brandgefahr kann das Feuer machen von den Forstämtern auch an den offiziellen Feuerstellen verboten werden.
  • Nicht gestattet ist das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten.
  • Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein.
  • Auch an den erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden.
Waldbrandgefahr bestehe vor allem in lichtdurchlässigen Kiefernwäldern, insbesondere in der nördlichen Rheinebene zwischen Rastatt und Mannheim, so Köberle. Über die Hälfte der Waldbrände entstünden durch Fahrlässigkeit und wären daher weitgehend vermeidbar. Wenn es doch einmal zu einem Brand komme, sei es wichtig, diesen so schnell wie möglich und mit genauer Ortsangabe zu melden. Die Waldstruktur in Baden-Württemberg mit Mischwäldern, Laubwäldern und überwiegend Bö-den mit hoher Wasserspeicherfähigkeit verhindere in der Regel ein großflächiges Ausufern der Brände. Zudem gewährleiste die gute Erschließung der Waldflächen einen schnellen Zugang für die Feuerwehren. „Trotzdem sollten Waldbesucher gerade bei steigender Waldbrandgefahr die gebotenen Regeln berücksichtigen“, betonte Köberle.
Borkenkäfer schwärmen bereits aus – Vorsicht beim Verbrennen von Reisig
„Aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen haben die Borkenkäfer um Wochen früher mit ihrem Schwärmflug begonnen. Waldbesitzer und Forstleute müssen deshalb bereits jetzt die Entwicklung der Borkenkäfer intensiv überwachen und befallene Bäume rasch einschlagen“, sagte Köberle. Waldbesitzer und Forstpersonal mahnte der Minister zu besonderer Vorsicht beim Verbrennen von Reisig und Rinde zur Bekämpfung der Borkenkäfer. In den trockenen Wäldern könne sich sehr schnell ein Bodenfeuer oder ein Waldbrand ausbreiten. Wie sich die Borkenkäfersituation in diesem Jahr entwickele, sei maßgeblich vom Witterungsverlauf abhängig.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de sowie auf den Seiten des Landesbetriebs ForstBW unter www.forstbw.de zu finden.
Die aktuelle Waldbrandgefahrenprognose kann im Internet unter: www.agrowetter.de/Agrarwetter/waldix.htm abgerufen werden.
MLR

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