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Herbert Gottschall von der Firma Schradeholz vor seinem Selbstfahrhacker Silvator

Hoher Verschleiß bei der Räumung der Waldbrandflächen

Die Waldgenossenschaft Bardenitz hat damit begonnen, die Waldbrandflächen südlich von Berlin wieder aufzuforsten. Wir haben uns aus diesem Anlass mit den beiden Forstunternehmen Schradenholz und Henkel Forstpflege über ihre Erfahrungen bei der Räumung der verbrannnten Flächen unterhalten.

Nach dem verheerenden Waldbrand bei Treuenbrietzen hat die Waldgenossenschaft Bardenitz mit der Wiederaufforstung ihrer Brandflächen begonnen. Am 16. März haben Freiwillige, Forstleute und Auszubildende auf der über 100 ha großen Kahlfläche die ersten Eichen, Birken und Kiefern gepflanzt. Der Verband Deutscher Forstbaumschulen hat dafür 26 700 Pflanzen für die ersten 3,2 ha gespendet. Nachdem auch die Stadt Treuenbrietzen mit der Wiederbewaldung ihrer 140 ha Brandfläche begonnen hat, heilen also langsam die Wunden, die das Feuer in den Kiefernwald gefressen hat.

Dennoch bleibt es noch ein langer Weg, bis die Flächen wieder mit einem gesicherten Wald bestockt sein werden. Es hat zwar zuletzt geregnet, aber die nährstoffarmen, sandigen Böden leiden noch immer unter Wassermangel. Außerdem sind die Pflanzenpreise kräftig gestiegen – und nicht zuletzt hat niemand Erfahrung, wie man so große Kahlflächen wiederbewaldet.

Erfahrungen der Forstunternehmer

Daran beteiligt sind übrigens auch die Forstunternehmen, die schon das verbrannte Holz geräumt haben. Die Firma Paul Henkel Forstpflege aus Treuenbrietzen nennen wir hier zuerst, weil wir sie in unserem Artikel in der Januar-Ausgabe leider mit einer namensgleichen Firma aus Göttingen verwechselt haben. Sie hat mit ihren Maschinen das stärkere Holz gerückt und hat jetzt auch die ersten 3,2 ha gezäunt und bepflanzt. Paul Henkel kennt diese Situation, denn er hat dieselben Flächen schon in den 1980er Jahren nach einem Waldbrand wieder aufgeforstet.

Auch Schradenholz aus Großthiemig bleibt in Treuenbrietzen aktiv. Wie uns Einsatzleiter Herbert Gottschall erzählt, hat er allein mit seinem Silvator 70.000 Srm Hackschnitzel auf der Fläche produziert. Lauter schwaches und selbst für die Holzwerkstoffindustrie unbrauchbares Material, das darum vor allem in das Heizwerk Leipzig gegangen ist.

Glasiger Ruß

Beide Unternehmer sind froh, dass die Erntearbeit ein Ende gefunden hat, denn sie war nicht angenehm. Nur wenige Hektar sind noch zu räumen. Gerade in der ersten Zeit war es so rußig und staubig, dass die Luftfilter der Maschinen überfordert waren. „Egal was du gemacht hast, wir waren abends immer völlig verdreckt“, erinnert sich Gottschall. Zudem hat der glasig verbrannte, scharfkantige Ruß den Verschleiß der Maschinen extrem erhöht.

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Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 4/2019.

Oliver Gabriel

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