Waldschutz

Waldbrand im Harz: 13 ha Wald betroffen

Bearbeitet von Jörg Fischer

Feuerwehrleute kämpfen im Harz schon seit Donnerstag gegen einen Waldbrand. Eine große Fläche in der Nähe von Schierke am Brocken (Wernigerode/Sachsen-Anhalt) ist betroffen. Rund 200 Einsatzkräfte kämpfen aktuell gegen die Flammen.

Der Waldbrand war am Donnerstag ausgebrochen, am Freitagmorgen brennt der Wald nahe Schierke im Nationalpark Harz noch immer. Zuerst hatte die Rettungsleitstelle von 37 ha brennendem Wald gesprochen, nach neuesten Erkenntnissen sind es nun 13 ha. Es seien aber keine bestimmten Orte direkt gefährdet. Derzeit kämpfen etwa 200 Feuerwehrleute gegen den Brand. Laut MDR Sachsen-Anhalt sei das Feuer inzwischen eingegrenzt, aber noch nicht unter Kontrolle. Die Ortschaft Schierke ist demnach aktuell nicht in Gefahr.

Der Waldbrand war am Donnerstag im Nationalpark Harz unterhalb des Brockens und unweit der Strecke der Harzer Schmalspurbahnen ausgebrochen. Touristen, die sich zu dieser Zeit auf dem Brocken befunden haben, wurden laut MDR-Angaben in Sicherheit gebracht. Der Betrieb der Schmalspurbahn wurde eingestellt, die Zufahrtsstraßen nach Schierke komplett gesperrt.

Mehrere Hubschrauber im Einsatz

In der Nacht sind die Feuerwehren nur mit den nötigsten Einsatzkräften vor Ort gewesen, in der Dunkelheit wurde es im unwegsamen Gelände zu gefährlich. Zeitweise hatten 400 Einsatzkräfte gegen das Feuer gekämpft. Unterstützt werden die Einsatzkräfte auch von Feuerwehrleuten aus Halle, dem Burgenlandkreis, Saalekreis und Mansfeld-Südharz. Im Einsatz sind auch drei Löschhubschrauber – ein Hubschrauber der Bundeswehr und zwei Hubschrauber der Bundespolizei.

Die Löscharbeiten gestalten sich trotz stabiler Löschwasserversorgung kompliziert, erklärt Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse. Sehr schwierige Hanglagen und ein zerklüftetes Gelände würde die Feuerwehrmänner extrem fordern. Außerdem bildeten stellenweise 4 bis 5 m hohe Todholz-Bäume eine akute Gefahr, drohten diese doch unter der Feuerlast umzubrechen. „Wir betreten diese Gebiete wegen akuter Lebensgefahr nicht“, betonte Lohse. Auflebender Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 kmh entwickle sich außerdem zu einer zusätzliche Herausforderung bei den Löscharbeiten.

Erst im April waren am Brocken an nur drei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Waldbrände ausgebrochen.

Jörg Fischer und Christel Grommel mit Material von NOZ, NDR, MDR und Stadt Wernigerode