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Die Waldbrände zerstörten auch über viele Jahrhunderte gewachsene ökologisch wertvolle Moorflächen.

Waldbrände in Lieberose und Jüterbog: Brandstiftung?

Die Waldbrände auf der Stiftungsfläche der „Stiftung Naturlandschaften Brandenburg“ und ehemaligem Truppenübungsplatz Lieberose vom 10. Juli sind überstanden. Auch die Stiftungsfläche bei Jüterbog war von dem Brand betroffen. Nun ermittelt die Polizei wegen Verdacht auf Brandstiftung.

Die Waldbrände auf den Stiftungsflächen bei Jüterbog und Lieberose sind überstanden. „Allen beteiligten Partnern, den Einsatzkräften aus Kommunen, Landkreisen, Land und Bund, den Mitarbeitern des Landesbetriebs Forst Brandenburg, den vielen freiwilligen Helfern, beteiligten Institutionen und Firmen gilt unser größter Dank“, so Dr. Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

War es Brandstiftung?

„Für die Lieberoser Flächen hoffen wir nun auf Aufklärung durch die Untersuchungen wegen Verdachts auf Brandstiftung“, so Meißner weiter. Seitens der Polizei wurde unter Hinzuziehung von Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes für die Flächen der Lieberoser Heide festgestellt, dass eine vorsätzliche Brandstiftung als Entstehungsursache nicht ausgeschlossen werden kann. Die Untersuchungen dazu werden von einer Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald geführt. Diese ist mit der Untersuchung der Ursachen der Brände sowohl aus diesem Jahr als auch aus dem Jahr 2018 in der Lieberoser Heide befasst.

Um Hinweise wird gebeten

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet und setzt sich für die Aufklärung der Brandursachen ein. Um Hinweise aus der Bevölkerung, z. B. zu illegaler Befahrung im Naturschutzgebiet Lieberoser Endmoräne, wird dringend gebeten. Die Polizei Brandenburg hat einen Fahndungsaufruf herausgegeben: „Wer Personen beim Betreten oder Befahren, ob mit Fahrrad, Moped oder PKW in den gesperrten Waldflächen bzw. in der Nähe des Brandortes gesehen oder Dinge festgestellt hat, die ihm nicht plausibel erscheinen, wird gebeten, sich mit seinen Hinweisen bei der Polizeiinspektion in Königs Wusterhausen unter der Tel. 03375-2701224 bzw. jeder anderen Polizeidienststelle oder im Internet zu melden.“

Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

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