Waldschutz

Waldböden weitgehend gut wasserversorgt

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die Verschnaufpause für die heimischen Wälder hält weiter an. Auf einen kühl-feuchten Mai folgte ein im langjährigen Mittel um 3,4 ° C zu warmer Juni, der aber 20 % mehr Niederschläge erbrachte, wie ThüringeForst meldet.

Die Niederschlagsverteilung war regional sehr verschieden. Während es für die Wälder in Ost- und Nordostthüringen eher zu trocken war, hat sich in den meisten Waldregionen im Freistaat die Bodenwassersituation stabilisiert, berichtet die Landesforstanstalt.

Waldböden feuchter als im Vorjahr

„Die Waldböden sind feuchter als im Vergleichszeitraum 2019/20 und vor allem junge Bäume, allen voran in den Forstkulturen, profitieren vom derzeitigen Wasserangebot“, so Jörn Ripken, ThüringenForst-Vorstand. Die Trockenstressgefahr für die heimischen Wälder ist insgesamt deutlich geringer und regional derzeit vor allem auf die Regionen Lehesten, Schleiz, Saalfeld-Rudolstadt, Bad Berka und Artern begrenzt.

Keine Entwarnung beim Borkenkäfer

Entwarnung beim Fichtenborkenkäfer könne es dagegen nicht geben: Zwar sei er witterungsbedingt sehr spät Mitte Mai in die Saison gestartet, dafür aber umso massiver. Mittlerweile hat ThüringenForst für den Juni eine Rekordschadholzmenge von 750.000 Fm gemeldet.

Quelle: ThüringenForst