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Ursula Heinen Esser, NRW-Umweltministerin, informiert sich bei Dr. Ulrich Pahlke, Direktor des GD NRW, wie er aus Streu und Oberboden Rückschlüsse auf die Bodeneigenschaften zieht.

Waldböden – entscheidend für die Entwicklung vitaler Wälder

Der richtige Baum für den richtigen Boden. Das ist wesentlich für die Auswahl von Baumarten zur Entwicklung klimastabiler Wälder. Der Geologische Dienst NRW (GD NRW) erstellt im Auftrag des Umweltministeriums Karten für Forstleute und Waldbesitzende. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser informierte sich am 26. Oktober vor Ort.

Die Karten basieren auf Bodenuntersuchungen vor Ort und knüpfen an das Waldbaukonzept NRW an. „Wir stehen vor einer enormen Aufgabe bei der Wiederbewaldung der geschädigten Waldflächen. Für die Wiederbewaldung ist von entscheidender Bedeutung, dass die gewählten Bäume und Mischbestände bestmöglich zum Standort und zum gegenwärtigen und prognostizierten Klima passen“, betonte Umweltministerin Heinen-Esser. Sie traf sich am 26. Oktober mit dem Direktor des GD NRW, Dr. Ulrich Pahlke, im Arnsberger Wald, um sich ein Bild von den bodenkundlichen Arbeiten zu machen. „Mit den forstlichen Boden- und Standortkarten liefert der Geologische Dienst wichtige Beiträge zur Umsetzung unseres Waldbaukonzeptes. Ziel ist, die Entwicklung von klimastabilen und vielfältigen Mischwäldern an die sich verändernden Klimabedingungen zu fördern. Mir ist es ein Anliegen, die gute Zusammenarbeit fortzusetzen und das Kartennetz kontinuierlich weiterzuentwickeln, um Privatleute und Kommunen mit Waldbesitz bestmöglich zu unterstützen.“

Untersuchungen im Wald

Handbohrungen und freigelegte Bodenprofile bis zwei Meter Tiefe dienen dem langfristig angestrebten Lückenschluss der Bodenkarten. Bei der Geländearbeit ermitteln Projektleiter Stefan Henscheid und sein Team u. a. die Schichtung verschiedener Bodenarten, ihr Wasserspeichervermögen, die Durchwurzelbarkeit oder die Nährstoffversorgung. Unter Berücksichtigung des Pflanzenbewuchses bilden die Bodenexperten aus den vielen punktuellen Aufnahmen Flächen mit vergleichbaren Bodeneigenschaften. Sie grenzen damit in der Karte unterschiedliche Waldböden grafisch voneinander ab.

Direktor Dr. Ulrich Pahlke: „Fundierte Daten sind angesichts der Herausforderungen im Klimawandel elementar. Die Bodenuntersuchungen sind überaus wertvoll, um konkrete Erkenntnisse zu gewinnen und Weitere solide abzuleiten. Die neuen Karten bringen die Dürreempfindlichkeit von Waldstandorten und die langfristigen Veränderungen ihres Wasserhaushaltes räumlich veranschaulicht auf den Punkt. Daraus abgeleitet entwickeln wir außerdem Karten, die konkrete Empfehlungen für Waldentwicklungstypen geben. Die Veröffentlichung der Karten auf www.waldinfo.nrw ermöglicht jederzeit einen komfortablen Zugriff.“

Der GD NRW unterstützt die Landesforstverwaltung außerdem bei waldbaulichen Konzepten und beim forstlichen Umweltmonitoring. Derzeit erstellt er darüber hinaus im Auftrag des Umweltministeriums Karten zur Eignung von Baumarten und Mischwäldern, die auch Szenarien zum Klimawandel beinhalten. In einem weiteren Projekt entwickelt er mit Wald und Holz NRW und dem LANUV NRW ein Messstellennetz für Bodenfeuchte, damit zukünftig für alle Waldstandorte NRWs nicht nur statistische, sondern auch echte Werte zur Wasserversorgung vorliegen.

Informationen zur bodenkundlichen Landesaufnahme und zur forstlichen Standortkarte unter https://www.gd.nrw.de/bo_eb.htm und unter https://www.gd.nrw.de/bo_dk_forst-standortkarten.htm.

Geologischer Dienst NRW

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