Ausbildung

Waldbezogene Umweltbildung soll finanziell gefördert werden

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Waldpädagogik hat sich als außerschulische Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz bewährt gemacht. Seit dem letzten Jahr wird die Waldpädagogik auch im Landeswaldgesetzt als wichtige Aufgabe bedacht. Nun haben die Landesforsten Rheinland-Pfalz eine vom Ministerium für Ernährung, Energie und Forsten (MUEEF) beschlossene Förderrichtlinie, veröffentlicht. Frei arbeitende Waldpädagoginnen und Waldpädagogen sollen nun für waldpädagogische Angebote pro Veranstaltung 100 € erhalten.

„Ein achtsamer Umgang mit unserer wertvollen Natur will von klein auf gelernt sein. Mit der waldbezogenen Umweltbildung fördern wir das Ziel eines umfassenden Schutzes unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach waldpädagogischen Angeboten, benötigen wir die Unterstützung durch ehrenamtliches oder nebenberufliches Engagement. Daher fördern wir ab sofort Veranstaltungen von zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen mit 100 € pro Veranstaltung“, sagte Staatsministerin Anne Spiegel anlässlich der Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinie von Landesforsten.

Staatswald weiter zugänglich machen

„Seit dem vergangenen Jahr haben wir die Waldpädagogik aufgrund ihrer zunehmenden Bedeutung als wichtige Aufgabe im Landeswaldgesetz verankert, um so den Staatswald als Raum für Bildungsangebote weiter zu öffnen. Wir hoffen sehr, dass diese gerade auch vor dem Hintergrund der Wald-Klimakrise so wichtige Arbeit mit jungen Menschen mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder ohne Infektionsrisiko möglich wird“, so Spiegel weiter.

Finanzielle Unterstützung für freie Kräfte

Bereits seit 2009 bietet Landesforsten federführend die Qualifizierung zum „Zertifikat Waldpädagogik“ an. Sie erfolgt nach bundesweit abgestimmten Standards. Mehr als 200 zertifizierte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen nutzen ihre Qualifikation beispielsweise für ihre Arbeit in Schulen, Kitas und Umweltzentren. Diejenigen, die als freie Kräfte ihre Veranstaltungen offen anbieten, werden aufgrund der neuen Förderrichtlinie finanziell unterstützt. „Ich freue mich, dass wir mit der neuen Förderregelung die waldbezogene Umweltbildung in Rheinland-Pfalz ausbauen und möchte alle zertifizierten Waldpädagogen ermutigen, davon regen Gebrauch zu machen. Gleichzeitig danke ich allen Waldpädagoginnen und Waldpädagogen für ihr herausragendes Engagement, um Kindern und Jugendlichen waldbezogene Umweltbildung zu vermitteln,“ führte die Ministerin an. Bewilligt werden die Förderungen durch das Walderlebniszentrum des Forstamtes Soonwald in Stromberg.

Im Sommer 2019 hat die Landesregierung die Informations-, Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum Schutz des Waldes im Klimawandel auch als Schwerpunktmaßnahme in der gemeinsamen Walderklärung mit den Vertretungen der Waldbesitzenden verankert.

Infos zur neuen Förderung 

Quelle: MUEEF