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Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt empfängt Rolling Stones Keyboarder Chuck Leavell

Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt empfängt Rolling Stones Keyboarder Chuck Leavell

Chuck Leavell, Keyboarder der Rolling Stones und Waldbauer in Georgia / USA, wurde am 27. August 2011 vom Vorsitzenden des Waldbesitzerverbandes für Sachsen-Anhalt, Franz Prinz zu Salm-Salm, in Kemberg/Zschiesewitz herzlich empfangen. Mit dabei waren von den Forstbetriebsgemeinschaften Rotta, Kemberg, und Uthausen die Vorstände Sven Kröber, Volker Pannier, Udo Conrad und Gert Kühle. Vom Waldbesitzerverband waren der Vorstand Holger Klehr, Geschäftsführer Dr. Ehlert Natzke und vom Hessischen Waldbesitzerverband Herr Christian Raupach dabei.
Voller Interesse ließ sich der Gast über die Situation für die Waldbesitzer in der DDR-Zeit informieren, bei der die Waldbesitzer durch die „Vertragsbewirtschaftung“ von der Bewirtschaftung ihres Waldes ausgeschlossen wurden. In den Forstbetriebsgemeinschaften bestimmen sie jetzt wieder darüber, was in ihrem Wald geschieht.
Franz Prinz zu Salm-Salm informierte über aktuelle Sorgen, insbesondere für den Kleinprivatwald: „Laufend erhöhen sich die finanziellen Lasten für die Waldbesitzer.“ Voller Sorge beobachtet er die Entwicklung, dass Kleinprivatwaldbesitzer aus finanzieller Not ihren Wald zum Verkauf anbieten. Er appellierte an die Politik, dass es nicht sein könne, dass die Privatwaldbesitzer ihr Eigentum über die DDR-Zeit gerettet haben und nun zum Verkauf genötigt werden.
Chuck Leavell informierte über Entwicklungen in den USA für Waldbesitzer. Dabei wurde im Gespräch festgestellt, dass in beiden Ländern die Anstrengungen verstärkt werden müssen, um zu erreichen, dass den Waldbesitzern die Leistungen des Waldes für die Gesellschaft wie für Wasser, Kohlenstoffsenke, Luft und Erholung besser honoriert werden. Franz Prinz zu Salm-Salm führte dabei aus, dass der Verband mit dem Ministerium in Verhandlungen stehe, um einen Katastrophenfonds für den Wald zu bilden. Die klimabedingten Insektenschadflächen in der Altmark mit über 400 ha Kahlschlag zeigen, dass die vorhandenen Instrumentarien nicht ausreichen, um auf solche Ereignisse zu reagieren.
Gemeinsam wurde festgestellt, dass eine nachhaltige Nutzung des Waldes in den Industrienationen der nach wie vor stattfindenden Rodung der Tropenwälder von jährlich 13 Mio. ha entgegenwirkt. Nachhaltige Nutzung ist damit aktiver internationaler Umweltschutz.
Von der Presse wurde Chuck Leavell gefragt, ob aus dem Holz von seinem Kiefernwald schon Musikinstrumente gefertigt worden sind. Das verneinte er. Da aber ein Freund eine Elektrogitarre aus Holz von seinem Wald haben wolle, habe er jetzt dafür eine dicke Kiefer ausgewählt.
Dr. Ehlert Natzke/WBV Sachsen-Anhalt

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