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Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt: Pro und kontra in Fragen Zusammenarbeit

Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt: Pro und kontra in Fragen Zusammenarbeit

Wenn der Chef des Fraunhofer IFF selbst Mitglied einer Forstbetriebsgemeinschaft in der Altmark ist, dann ist schon das ein gutes Omen für die ganze Veranstaltung. Professor Dr. Gerhard Müller begrüßte am 10. Mai Verbandsmitglieder und Gäste in den Räumen des Fraunhofer in Magdeburg zur Jahreshauptversammlung des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt.
Er wies auf die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit seines Instituts mit dem Cluster Forst und Holz hin.
Der Verbandsvorsitzende Franz Prinz zu Salm-Salm konnte Fachvertreter der im Landtag vertretenen Parteien begrüßen. Besonders willkommen hieß er Staatssekretärin Anne-Marie Keding, die Gäste vom Privatwaldzentrum Estland und die Vertreter des Bündnisses für den Wald Sachsen-Anhalt.
Bundesamt für Naturschutz hat eine angebotene Diskussion abgelehnt

Was bleibt denn für den Waldbesitzer, den Waldbesucher und das Wild, wenn der Eichenwald weg ist? So die Eingangsfrage von Prinz Salm, um dann einen Appel anzuschließen, denn „Befliegen ist keine reine Luftakrobatik“, sondern sei bitter nötig. Leider hätte das Bundesamt für Naturschutz (BFN) nicht positiv reagiert und eine angebotene Diskussion mit Waldexperten abgelehnt. Auch das Bundesumweltamt in Dessau-Roßlau glaubt die vom Eichenprozessionsspinner erst dann bekämpfen zu müssen, wenn die Eichen keine Überlebenschancen mehr haben.
Gemeinsame Position zum kleinen und mittleren Privatwald
Die Position des Verbandes zum kleinen und mittleren Privatwald ist eine eindeutig positive mit leider nur teilweise guten Aussichten für die Zukunft. Denn die finanziellen Belastungen und leider oft mangelhafte Organisationsstrukturen können aus eigener Kraft für die meisten nicht bewältigt werden. Es gilt zu verhindern, so Prinz Salm, dass die steigenden finanziellen Belastungen die Besitzer zum Verkauf ihrer Flächen zwingen. Auch haben in Sachsen-Anhalt die Forstbetriebsgemeinschaften häufig leider immer noch keine optimale Größe. Zu wenig sind im Verband organisiert. Ein solcher Stand ruft nach Veränderungen, um in jeder Beziehung schlagkräftiger zu werden.
Und erneut kam die Mahnung, dass die Infrastruktur dann total am Boden liegt, wenn die Feuerwehrautos nicht mehr in den Wald kommen.
Katalog des Ministeriums
Mit dem Dank an den Verband für seine engagierte und vehemente forstpolitische Arbeit eröffnete Staatssekretärin Keding ihren Beitrag, um dann den Katalog des Ministeriums anzuschließen: Kümmern um den Kleinprivatwald; Aktivierung und Stärkung des Kleinprivatwaldes und der Forstbetriebsgemeinschaften durch Schaffung größerer Strukturen; Angebot der Betreuung durch das Landeszentrum Wald („das Landeszentrum Wald ist kein Auslaufmodell“); möglichst Kompensierung der Altersabgänge durch Neueinstellungen; Anstrengungen bei der Ausbildung junger Menschen zum Forstwirt; Sicherstellung von Holzsortimenten, die am Markt nachgefragt werden; Einbeziehung der Fremdländer wie Douglasie und Roteiche; Zusammenbringen von Wirtschaft und Wissenschaft; Ja zum Privatwald und ein Ja zum Eigentum.
WBV Sachsen-Anhalt

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