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Waldbesitzertag Oberbayern: Mit dem „Sägefahrrad“ zur naturnahen Forstwirtschaft

Waldbesitzertag Oberbayern: Mit dem „Sägefahrrad“ zur naturnahen Forstwirtschaft

Das Aktionsbündnis proHolz Bayern und die Initiative mein Wald informierten am 16. Oktober auf dem Waldbesitzertag Oberbayern in Maxlrain über die Notwendigkeit von Waldpflege und Holzverwendung für die regionale Wirtschaft, Klimaschutz und die Energiewende. Dazu wurde ein „Sägefahrrad“ aufgebaut, das bei den Besuchern äußert beliebt war.

Um die Waldpflege und die damit verbundenen Vorteile z.B. im Hinblick auf den Klimaschutz zu veranschaulichen, haben proHolz Bayern und die Initiative mein Wald an ihrem Gemeinschaftsstand ein Sägefahrrad für die Besucher aufgebaut. Muskelkraft treibt über die Pedale eine Motorsägenkette an, die dann einen Holzstamm durchtrennt. Diese Anstrengung entspricht der für die Waldpflege notwendigen Waldarbeit. Die abgetrennte Scheibe symbolisiert den dadurch gewonnenen Rohstoff Holz. Die entstandene Lücke eines gefällten Baumes wird durch junge Bäume gefüllt. Deshalb erhielten die Besucher nach dem erfolgreichen Durchtrennen des Stammes eine junge Tanne als Geschenk, die im eigenen Wald gepflanzt werden kann.
Als Highlight des Tages stattete Bayerns Forstminister Helmut Brunner dem proHolz Bayern Stand einen Besuch ab. Die Idee hinter dem Sägefahrrad gefiel dem Minister sichtlich und so ließ er es sich nicht nehmen ebenfalls das Sägefahrrad zu benutzen. Auch die Waldkönigin Anna-Maria Oßwald durchtrennte mit dem Sägefahrrad einen Stamm. Ihr gefiel vor allem, dass so viele Kinder das Säge-Rad benutzten und ihnen so spielerisch die hohe Bedeutung von nachhaltiger Waldwirtschaft und Holzverwendung nähergebracht wird. Schließlich sei naturnahe Forstwirtschaft eine Aufgabe für Generationen.
Waldbewirtschaftung stärkt den ländlichen Raum
Neben dem Sägefahrrad informierten proHolz Bayern und mein Wald mit einer Informationswand und verschiedenen Kurzfilmen auf einem Bildschirm über die weiteren Vorteile einer nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft. Von einem bewirtschafteten Wald profitieren viele Menschen direkt oder indirekt. Das Holz aus heimischen Wäldern kann auf kurzen Wegen bereitgestellt werden. Dies hilft Emissionen zu vermeiden und Transportkosten einzusparen. Die Holzstämme können von lokalen Transportunternehmern transportiert und von örtlichen Sägern eingeschnitten werden. Das stärkt die regionale Wirtschaft vor allem im ländlichen Raum.
Zudem stehen in einem nachhaltig bewirtschafteten Wald immer ausreichend Bäume auf einer Fläche, die mit ihren Wurzeln den Boden an Hängen stabilisieren und so Muren und Lawinen vorbeugen. Die hohe Qualität des bayerischen Trinkwassers resultiert ebenfalls aus gepflegten und gut strukturierten Beständen. Bayerns Waldbesitzer sorgen zudem seit Generationen durch ihre nachhaltige Bewirtschaftung für die Naturnähe, die die Wälder heute auszeichnet.
proHolz Bayern

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