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Waldbesitzer zum Tag der Nachhaltigkeit am 4. Juni 2012

Waldbesitzer zum Tag der Nachhaltigkeit am 4. Juni 2012

„Nachhaltigkeit muss zum Leitmotiv moderner Politik werden“ fordert Philipp zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) zum Tag der Nachhaltigkeit am 4. Juni 2012: „Nur so können die zentralen Zukunftsherausforderungen wie der Klimawandel oder die Ernährung der Weltbevölkerung gelöst werden.“ Dabei ist der Ansatz der Nachhaltigkeit nicht neu. Hans-Carl v. Carlowitz verwendete in einer Publikation aus dem Jahre 1713 den Begriff der „nachhaltigen Nutzung“ der Wälder nachweislich zum ersten Mal. Das bedeute – so Guttenberg – aus der Natur lernen und verantwortungsvoll mit Blick auf künftige Generationen zu wirtschaften. Nachhaltigkeit entstand und gilt bis heute als individuelles ökonomisches Modell im ländlichen Raum zur langfristigen Sicherung der Lebens- und Produktionsgrundlagen.
„Heute erarbeiten sich andere nun mühsam, was bei uns im Forstbereich seit Jahrhunderten praktiziert wird: ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliches Wirtschaften im Sinne der Nachhaltigkeit“, betonte der Präsident des Dachverbandes der 2 Millionen privaten und kommunalen Waldbesitzer in Deutschland. Der Wald in Deutschland wachse kontinuierlich, das sei – so zu Guttenberg – ein Resultat nachhaltiger verantwortungsvoller Waldnutzung. „Das bewährte Grundprinzip, nach dem die heimische Forstwirtschaft schon seit 299 Jahren erfolgreich arbeitet, liefert wertvolle Ansätze, die auch auf der in diesem Monat anstehenden Weltklima- und Nachhaltigkeitskonferenz in Brasilien berücksichtigt werden müssen,“ betonte zu Guttenberg. Die Grundvoraussetzungen jeglichen nachhaltigen Wirtschaftens bildeten allerdings gesicherte Eigentumsrechte in einem demokratisch – rechtsstaatlichen Rahmen.
 
AGDW

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