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Waldbesitzer sind auf Einnahmen aus dem Holzverkauf angewiesen

Viele private und kommunale Waldbesitzer sind auf die Einnahmen aus dem Holzverkauf angewiesen. Dies betonte Jerg Hilt, Geschäftsführer der Forstkammer Baden-Württemberg, im Rahmen der Veranstaltung des Ministeriums für den Ländlichen Raum am 25.02.2011 zum Thema Holznutzung. „Mit dem Geld, das im Wald verdient wird, werden Wohnungsmieten bezahlt, Familien ernährt, Kindergärten gebaut oder Straßen saniert“, so Hilt. Auch dies sei eine wichtige Funktion des Waldes, die in der öffentlichen Debatte allzu oft aus dem Blick gerate.
Der Holzverkauf sei dabei nahezu die einzige Einnahmemöglichkeit für die Waldbesitzer. „90% der Einnahmen eines Waldbesitzers stammen aus der Holzproduktion“, erläuterte der Forstkammer-Geschäftsführer. Allein die Erzeugung und Vermarktung dieses nachwachsenden Rohstoffs gewährleiste das wirtschaftliche Überleben der Forstbetriebe.
Dass sich wirtschaftliche und gesellschaftliche Leistungen des Waldes miteinander vereinbaren lassen, davon ist der Waldbesitzer-Vertreter überzeugt. „Dazu gehört aber eine gegenseitige Rücksichtnahme“, so Hilt. Für die Forstwirtschaft bedeute dies die strenge Berücksichtigung der multifunktionalen Nachhaltigkeit. „Alle wirtschaftlichen, naturschutzfachlichen und sozialwissenschaftlichen Erhebungen belegen, dass wir dieses Prinzip sehr ernst nehmen“, stellt der Geschäftsführer fest. „Wenn ich aber das „Immer mehr“ von Teilen der Naturschutzvertreter sehe oder höre, dass Waldbesitzer und Förster immer häufiger beschimpft werden, wenn Wege aus Sicherheitsgründen bei der Holzernte gesperrt werden, dann habe ich große Zweifel an der Rücksichtnahme bei manchen anderen Waldnutzern.“ Hier müsse man gemeinsam an einem respektvolleren Umgang arbeiten.
 
 
Forstkammer

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