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Waldbesitzer bereiten sich auf das Jahr 2011 vor

Waldbesitzer bereiten sich auf das Jahr 2011 vor

Vom 2. bis 4. November trafen sich knapp 100 Waldbesitzer und -bewirtschafter aus dem gesamten Bundesgebiet in Wernigerode. „Fit für 2011“ lautete das Motto des 8. Bundeskongresses für Führungskräfte Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse. Ehrenamtliche Vorstandmitglieder und hauptamtliche Geschäftsführer sind der Einladung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in den Harz gefolgt, um aktiv Forstpolitik zu gestalten.
„Die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse sind ein Schlüssel bei der Umsetzung von Zielen der Rohstoff-, Energie-, Klima- und Naturschutzpolitik der Bundesregierung im Wald. Dazu sollten wir die Zusammenschlüsse und ihre engagierten Mitarbeiter auch weiterhin bestmöglich unterstützen. Der Bundeskongress, wie auch die letzten Änderungen im Bundeswaldgesetz sind dazu wichtige Beiträge. Aber wir sollten auch die bestehenden Möglichkeiten zur Förderung der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse weiter ausbauen und sie damit von allen Seiten fit für die Zukunft machen.“ sagte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW).
„Gerade bei der Unterstützung der Millionen Kleinstprivatwaldbesitzer in der Bewirtschaftung und Pflege als Grundlage der Multifunktionalität der Wälder sind die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse nahezu unverzichtbar“ ergänzte Norbert Leben, Vizepräsident und Vorsitzender des Ausschusses für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse der AGDW. Die besondere Struktur und der hohe Beratungsaufwand des Kleinprivatwaldes bedeuten dabei für die Zusammenschlüsse einen hohen Organisations- und Mittelaufwand. Mit den Neuerungen für die Forstwirtschaftlichen Vereinigungen durch die diesjährige Novelle des Bundeswaldgesetzes und der günstigen Lage am Holzmarkt werden sich die wirtschaftlichen Bedingungen für die Zusammenschlüsse verbessern. Dennoch müssen die Zusammenschlüsse mit Mitteln, wie zum Beispiel aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz, auch zukünftig unterstützt werden, so Leben weiter. Die steigende Nachfrage nach Holz und die vielfältigen Anforderungen an den Wald machen es notwendig, die Fördertatbestände zu überdenken und zu ergänzen. Dabei ist es wichtig, neben Maßnahmen zur Stärkung der ökologischen und sozialen Funktionen des Waldes, auch im Bereich der Bewirtschaftung und Nutzung die Zusammenschlüsse und ihre Mitglieder entsprechend zu unterstützen. Mit den Teilnehmern des Bundeskongresses, die echte Praktiker im Wald und den Zusammenschlüssen sind, können die Ideen und Ergebnisse der Tagung dabei zur effizienten Neuausrichtung der Fördertatbestände einen wichtigen Beitrag leisten.
Ein weiterer zentraler Aspekt des Kongresses war ebenfalls das für das kommende Jahr ausgerufene Internationale Jahr der Wälder. Für die Zusammenschlüsse mit ihrer Verankerung im ländlichen Raum wird dies einen ganz besonderen Stellenwert einnehmen.
In vier Arbeitskreisen haben die Teilnehmer Wünsche für die Förderung nach 2013 formuliert, Ideen für die Kampagne der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung „Wald 2011“ entwickelt, einen Katalog mit möglichen Bildungsangeboten für Führungskräfte entwickelt und sich mit den Fragen beschäftigt, wie sieht das optimale Beratungsangebot für bereits organisierte Waldbesitzer aus und wie können neue Mitglieder gewonnen werden. Festgehalten wurden die Ergebnisse in der Kongresszeitung „Kienspan“.
 
Ausführliche Tagungsberichte in der
  • Dezember-Ausgabe des Deutschen Waldbesitzers und im
  • Januar 2011 in AFZ-Der Wald.
 
fp/Fry/AGDW

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