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Waldbesitzende Kommunen sollen von der Energiewende profitieren

Waldbesitzende Kommunen sollen von der Energiewende profitieren

Wälder tragen zur Lösung der großen Zukunftsfragen bei: Die rheinland-pfälzische Forstministerin Ulrike Höfken hat anlässlich des Bundeskommunalwaldkongresses am 13. September in Montabaur-Elgendorf/ Westerwald die Verantwortung der Waldbesitzenden für Klimaschutz, den Erhalt der Biodiversität sowie die Entwicklung der ländlichen Räume betont.
„Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen sind die Kommunen unsere wichtigsten Partner. In Rheinland-Pfalz besitzen sie die größten Waldanteile und sind in der Lage, die Menschen vor Ort zu überzeugen“, sagte Höfken. Sie appellierte an die versammelten Waldbesitzenden, ihren Beitrag zu leisten aber auch davon zu profitieren.
In Rheinland-Pfalz befindet sich fast die Hälfte der Wälder im Besitz von rund 2000 Kommunen. „Klimaveränderungen und Schadstoffemissionen fossiler Stromerzeugung bedrohen unsere Wälder. Deshalb muss die Forstwirtschaft ein besonderes Interesse daran haben, das Klima zu schützen und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten“, betonte Forstministerin Höfken. Ziel der Landesregierung sei es, die Windkraft im Wald voran zu treiben, zumal die windstärksten Standorte in Rheinland-Pfalz auf den bewaldeten Höhenzügen liegen und damit fernab von Ortslagen. „Wir wollen, dass die Kommunen von dieser Entwicklung auch wirtschaftlich profitieren und setzen deshalb auf Betreibergemeinschaften, interkommunale Windparks und Solidarpakte“, sagte Höfken. Eine Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms werde festlegen, dass künftig mindestens zwei Prozent der Waldfläche des Landes für die Nutzung von Windenergie ausgewiesen werden. Besonders sensible Waldflächen sollen nicht genutzt werden.
Forstministerin Höfken hob auch hervor, dass sich Forstwirtschaft und Naturschutz erfolgreich miteinander verbinden lassen. Bemerkenswert sei, dass Kommunal- und Staatswald in Rheinland-Pfalz nicht nur den bundesweit höchsten Anteil von Schutzgebieten aufweisen, sondern auch den höchsten Holzeinschlag. „Die Vielfalt der Arten in unseren Wäldern ist ein Schatz, den wir entwickeln wollen“, sagte Höfken und verwies auf das neue Biotopbaumkonzept, das seit Ende August im bewirtschafteten Staatswald umgesetzt werde. „Mit diesem Programm werden wir alte Baumriesen, Horst- und Höhlenbäume als wertvolle Lebensräume ganz gezielt erhalten. Damit erhöhen wir die Chancen seltener Arten, sich wieder im Wald auszubreiten.“

 

MULEWF

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