Buchentotholz
Ökologisch wertvolles Totholz kann es auch im bewirtschafteten Wald geben.
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Waldbesitz in Bayern setzt mehr Naturschutz-Maßnahmen um

29. November 2022
Neuer Rekord: Bayerns Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer setzen immer mehr Naturschutzmaßnahmen um. Allein 2022 wurden bereits 11,4 Mio. € für 4.800 Maßnahmen ausgezahlt – und die neue Antragsperiode hat begonnen ...

Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber sehen das Vertragsnaturschutzprogramm Wald für Bayern entsprechend auf Erfolgskurs: „Das ist ein neuer Rekord für den Naturschutz in unseren Wäldern in Bayern: Über 4.800 Maßnahmen, vom einzelnen Biotopbaum über kleinflächige Nutzungsverzichte bis zur Bewahrung von Altholzinseln, hat der Freistaat dieses Jahr mit gut 11,4 Mio. € unterstützt. Das sind rund 1 Mio. € mehr als im Vorjahr.“

Naturschutz und Bewirtschaftung – passt das zusammen?

Kaniber und Glauber sind sich einig: Naturschutz und Bewirtschaftung – das passt durchaus zusammen und sollte Hand in Hand gehen. Die bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer leisten damit in ihren Wäldern einen entscheidenden Beitrag für mehr Natur- und Artenschutz, so die Aussage aus beiden Ministerien. Die Bayerische Forst- und die Naturschutzverwaltung beraten demnach interessierte Waldbesitzende auch zur Frage, wie sie Naturschutzmaßnahmen bestmöglich in ihrem Wald integrieren können.

Das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Wald

Bei dem bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm Wald handelt es sich laut Presseinformationen um ein gemeinsames Förderprogramm von Forst- und Naturschutzverwaltung im Freistaat. Hierdurch soll eine Vielzahl an Naturschutzmaßnahmen im Wald honoriert werden. Im Mittelpunkt der Förderung steht mit rund 90 % der Maßnahmen der Erhalt von Totholz und Biotopbäumen als Lebensgrundlage für seltene Pilz-, Moos-, Insekten- und Flechtenarten. Private und kommunale Waldbesitzende können für das kommende Jahr in der jetzt gestarteten Antragsperiode noch bis zum 31. Mai 2023 Zuschüsse beantragen.

Weitere Informationen zum bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm Wald gibt es im Internet – auch speziell für Waldbesitzende.

Mit Material vom StMELF