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Waldbauernverband Brandenburg: Holzmobilisierungsprämie in der Kritik

Die Holzmobilisierungsprämie gerät mit der Einführung eines neuen Dienstleistungskataloges des Landesbetriebes Forst Brandenburg wieder in die Kritik. Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft in Brandenburg finanziert mit Bundesmitteln den Bereich Hoheit des Landesforstbetriebes mit dem Instrument einer Holzmobilisierungsprämie. Diese Prämie ist als Fördertatbestand in die Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen neu aufgenommen worden.

Im Brandenburger Landwirtschaftsministerium ist die derzeit in einen Landesbetrieb Forst Brandenburg überführte weiterhin defizitäre Landesforstverwaltung Brandenburg bei der Suche nach zusätzlichen Finanzquellen fündig geworden. Privat- und Körperschaftswaldbesitzer sollen auf Grundlage eines ebenfalls neu erstellten Dienstleistungskataloges gegen Entgelt die Angebote ihrer Offizialberater von der Unteren Forstbehörde einkaufen.

Die Behörde liefert mit der Förderrichtlinie vom 28.2.2011 mit dem neuen Fördertatbestand ‚Holzmobilisierungsprämie‘ die Finanzierung ihrer eigenen Tätigkeit gleich mit. „Ein starkes Stück und wohl nicht rechtskonform“ findet das Enno Rosenthal, der Vorsitzende des Waldbauernverbandes Brandenburg. Ursprünglich sollen diese Gelder des Bundes den anerkannten Zusammenschlüssen des Kleinprivatwaldes helfen, von den vielen kleinen Waldparzellen das Holzangebot der Waldbauernfamilien zu bündeln. Deshalb hat der Verband die Einführung der Prämie gegen Kritik verteidigt.

Der Verband erwartet, dass die Prämien ausschließlich für die Arbeit selbstständig und nachhaltig wirtschaftender Zusammenschlüsse des Kleinprivatwaldes nach den Richtlinien verwendet werden. Im Interesse des Waldes, der Waldbauern und der ländlichen Entwicklung in Brandenburg sollen sich die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse wirtschaftlich festigen.

Waldbauernverband Brandenburg

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