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Waldbauerntag 2015 in Nordrhein-Westfalen: Kein Stillstand auf dem Land!

Waldbauerntag 2015 in Nordrhein-Westfalen: Kein Stillstand auf dem Land!

Unter der Fragestellung „Stillstand auf dem Lande?“ greift der Waldbauernverband NRW auf seinem Waldbauerntag am 22. September den Entwurf zum neuen Landesnaturschutzgesetz des Umweltministeriums auf und stellt die Frage, welche Auswirkungen die beabsichtigten Gesetzesänderungen auf den ländlichen Raum und insbesondere auf die Waldbewirtschaftung in Nordrhein-Westfalen haben.
Aus dem bisherigen Landschaftsgesetz für NRW soll das Landesnaturschutzgesetz NRW werden. Bereits die Umbenennung lässt die Schwerpunkte des neuen Gesetzes erahnen. Doch soll hier wirklich ausschließlich der Natur auf die Sprünge geholfen werden? Nicht nur zwischen den Zeilen sondern ganz offensichtlich will die Landesregierung die Freiheit und die damit verbundene Verantwortung der Waldbauern für ihre Wälder durch Kontrollen und Verbote ersetzen. Ein allgegenwärtiger Staatsapparat und dessen ermächtigte Naturschutzverbände würden das Leben in unseren Wäldern bestimmen. Das neue Jagdgesetz und die Biodiversitätsstrategie NRW waren somit leider keine unrühmlichen „Ausnahmen“.
Diese – im tiefsten auch gesellschaftspolitische – Frage dürfte zu den zentralen Punkten gehören, die bereits bei der Vorstellung des Gesetzentwurfes durch Umweltminister Johannes Remmel kritisch betrachtet werden dürften. Nach der Vorstellung der Inhalte und Ziele des Gesetzes erwartet die Waldbauern und ihre Gäste ein Impulsreferat des Präsidenten der Westfälisch-Lippischen Landwirte Johannes Röring. Röring wird insbesondere aus der Sicht der Landwirtschaft und der Freiheit der Bewirtschaftung des ländlichen Raums Akzente setzen.
Im Anschluss an die Impulsvorträge hat die nordrhein-westfälische Politik das Wort. In einer Podiumsdiskussion erwartet Moderator Anselm Richard, Chefredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes für Westfalen-Lippe, die Gäste aus der Landespolitik. Die Waldbauern und andere Landnutzergruppen wollen von Annette Watermann-Krass von der SPD sowie von Norwich Rüße von Bündnis 90/Die Grünen wissen, ob der vorgestellte Gesetzentwurf des Ministeriums auch von den Regierungsfraktionen unterstützt wird. Sieht die SPD noch Veränderungsbedarf am vorgelegten Entwurf? Stimmt die Grüne Landtagsfraktion für den ersten Auftakt des Umweltministeriums? Wo sehen die Regierungsparteien noch Veränderungsmöglichkeiten zugunsten der Eigentümer?
Auch von Rainer Deppe von der CDU, Karlheinz Busen von der FDP und Simone Brand von den Piraten erwarten die Waldbauern und Landwirte klare Bekenntnisse, welche Änderungen ihre Fraktionen vornehmen würden oder gar zusagen für eine künftige Regierungsbeteiligung. Somit stehen auch die aktuellen Oppositionsparteien in der Pflicht, Farbe für das Eigentum, seine freie Bewirtschaftung und gegen weitere Einschränkungen zu bekennen.
Der Vorsitzende des Waldbauernverbandes und Sprecher von 150.000 Waldbesitzern in Nordrhein-Westfalen, Dr. Philipp Freiherr Heereman: „In einer so wichtigen Frage darf sich keiner der politisch Verantwortlichen wegducken. Es geht um die Frage der Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume. Weite Gebiete in NRW sind durch die Holzwirtschaft gekennzeichnet. Der nachhaltige Waldbau sichert Arbeitsplätze in Wald, Handwerk und Industrie. Dabei kamen die Natur und die erholungsuchende Bevölkerung nie zu kurz. Ganz im Gegenteil: Die private Forstwirtschat in NRW hat einen Wald geschaffen der in Bezug auf Artenvielfalt seines gleichen sucht. Die Waldbauern und alle Wirtschaftenden im ländlichen Raum erwarten von der Politik eine ausgewogene und zukunftsorientierte Gesetzgebung.
Der Waldbauerntag 2015 darf mit Spannung erwartet werden. Er findet statt am 22. September, von 13.30 bis etwa 16.30 Uhr in der Stadthalle in Werl. Um Anmeldung wird gebeten.
 

Zur Internetseite Waldbauernverband NRW

 
Waldbauernverband NRW

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