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Einfluss der waldbaulichen Behandlung von Robinienbeständen (Robinia pseudoacacia L.) auf die genetische Struktur der Nachkommenschaften: ein Vergleich Deutschland – Ungarn

Quelle: Forstarchiv 82: 4, 120-124 (2011)
Autor(en): LIESEBACH H, SCHNECK V

Schlüsselwörter: Die aus Nordamerika stammende Robinie ist seit mehr als dreihundert Jahren in Europa heimisch und in vielen Ländern von forstwirtschaftlicher Bedeutung. Dabei gibt es deutliche Unterschiede bei der Bewirtschaftung der Robinie zwischen verschiedenen Ländern. Seit 2003 unterliegt die Robinie in Deutschland dem Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG). Die Untersuchung der Auswirkungen der unterschiedlichen Bewirtschaftungsverfahren auf die genetische Struktur der Nachkommenschaften von ungarischen und deutschen Robinienbeständen ist Gegenstand dieser Studie. Es wurden die Nachkommenschaften von 8 deutschen und 6 ungarischen Robinienbeständen mittels Isoenzymanalyse untersucht und verschiedene Parameter zur Charakterisierung der genetischen Variation und der Differenzierung innerhalb und zwischen den Populationen berechnet. Die genetische Variation innerhalb der Gruppe der 8 deutschen Nachkommenschaften war dabei signifikant kleiner als bei den 6 ungarischen Nachkommenschaften. Andererseits zeigte sich, dass zwischen den 6 ungarischen Populationen eine deutlich geringere Differenzierung besteht als zwischen deutschen Populationen. Mögliche Ursachen für die gefundenen Ergebnisse wie beispielsweise unterschiedliche Begründungsverfahren der Bestände werden diskutiert.


Influence of silvicultural management in populations of black locust (Robinia pseudoacacia L.) on the genetic structure of progenies: a comparison between Germany and Hungary

Abstract: Black locust is native in North America, yet this tree species has grown in Europe for more than 300 years with an increasing importance for forestry in several countries. Since 2003, black locust is a subject to the Regulations on Forest Reproductive Material in Germany. Remarkable differences exist between different European countries in the silvicultural treatment of black locust. Different silvicultural regimes can influence the genetic structure of black locust stands. Therefore it is the aim of this study to investigate possible differences in the genetic structure of progenies of black locust stands from Hungary and Germany caused by different silvicultural treatments. Progenies of 8 German and 6 Hungarian stands were analysed by isozymes and the parameters for genetic variation and differentiation within and between populations were calculated. Genetic variation within the group of German progenies was significantly smaller as compared to the progenies of Hungarian stands. In contrast, the genetic differentiation among the Hungarian progenies was clearly lower than among the German ones. Possible reasons for these particular population genetic structures, like different procedures of stand establishment, are discussed.

© DLV München

 

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