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Wald und Literatur haben viele Gemeinsamkeiten

Wald und Literatur haben viele Gemeinsamkeiten

Wald und Literatur sind eng mit einander verbunden, nicht nur, weil Bücher aus Waldbäumen gemacht werden. Schließlich ist die Buche Namensgeber für das Buch und den Buchdruck. Vor allem aber hat kaum ein Naturschauplatz in der Literatur so viel Raum eingenommen wie der Wald. Gutes Beispiel dafür sind die zahlreichen Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Sie sind echte Vorlese-Klassiker.
Darauf verweist die Initiative „300 Jahre Nachhaltigkeit“ des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) anlässlich des
10. bundesweiten Vorlesetages am 15. November.
 
Während die Literaturwissenschaft das „Jubiläumsjahr Grimm 2013“ begeht und der Herausgabe der Grimm‘schen Kinder- und Hausmärchen vor mehr als 200 Jahren gedenkt, feiert die Forstwissenschaft als bemerkenswertes Jubiläum „300 Jahre Nachhaltigkeit“. Auch hier steht ein ganz außergewöhnliches Buch im Mittelpunkt – die „Sylvicultura oeconomica“. Dieses Buch ist längst nicht so bekannt wie die Märchen der Gebrüder Grimm, hat aber großen Einfluss in Politik, Wirtschaft und Ökologie in Deutschland und weltweit entfaltet.
Das Buch der Nachhaltigkeit
1713 stellte der sächsische Oberberghauptmann Hannß Carl von Carlowitz sein Werk „Sylvicultura oeconomica“ mit dem Untertitel „Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht“ auf der Leipziger Buchmesse vor. Es war das erste Standardwerk zur Forstwirtschaft, in dem Carlowitz weltweit zum ersten Mal das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt.
In den vergangenen Jahrzehnten eroberte sowohl dieser Begriff als auch das unter ihm verstandene Prinzip des klugen und schonenden Umgangs mit Ressourcen nahezu alle gesellschaftlichen Sphären. Wenn auch nur den wenigsten Menschen bewusst ist, dass der Nachhaltigkeitsgedanke aus der deutschen Forstwirtschaft stammt, ist und bleibt das erste Forstbuch der Welt ein Magnet für die Wissenschaft.
Noch bis ins kommende Jahr hinein wird die deutsche Forstwirtschaft Veranstaltungen, Wettbewerbe und Aktionen zum 300. Jubiläumsjahr anbieten. Nicht nur das Vorlesen, sondern auch das Mitmachen kann die Menschen mit neuen Ideen infizieren und sie faszinieren.
DFWR

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