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Wald- und Holzbranche im Landkreis Harburg will dem Klimawandel trotzen

Wald- und Holzbranche im Landkreis Harburg will dem Klimawandel trotzen

Ein auf drei Jahre angelegtes Projekt des Waldklimafonds will im Landkreis Harburg Waldbewirtschaftung und Holzverwendung verbessern und damit unter den Bedingungen des Klimawandels die Kohlendioxid-Bindung im Wald und in Holzprodukten erhöhen.
Am 9. Juli informierte die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Egestorf (Nordheide) erstmals die breite Öffentlichkeit über ein fast millionenschweres Projekt des Waldklimafonds, mit dem sie – gemeinsam mit mehreren Partnern – in der Nordheide-Region wirksam dem Klimawandel begegnen will.
Prof. Dr. Köhl vom Zentrum für Holzwirtschaft der Universität Hamburg führte im Rahmen der Informationsveranstaltung mit einem Vortrag zur CO2-Senkenleistung von Wald und Holz in die Gesamtthematik ein und zeigte eindrucksvoll die häufig unterschätzte Wirkung von Substitutions-Effekten bei der Verwendung von Holz als Bau- und Werkstoff auf. Die Partner stellten ihre spezifischen Projekt-Aufgaben vor.
In einem ersten Schritt wird die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) auf der Grundlage bereits vorliegender forstlicher Inventurdaten zunächst die aktuellen Kohlenstoffvorräte und das Kohlendioxid-Bindungs-Potenzial des Waldes im Landkreis Harburg herleiten. Mit den Ergebnissen dieser Berechnungen sollen dann neue, stärker auf Kohlendioxid-Bindung ausgerichtete Konzepte der Waldbewirtschaftung entwickelt werden.
Parallel wird das Kompetenzzentrum „Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe“ (3N) Art und Umfang von Holzvermarktung und Holzverwendung in der Region einer differenzierten Analyse unterziehen. Hintergrund: Die Suche nach erfolgversprechenden Wegen, die Holzverwendung in der Region deutlich zu steigern und bestehende Hemmnisse abzubauen.
Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Nordheide-Harburg wird die Arbeit eines Projektbeirates koordinieren, der alle mit Wald befassten gesellschaftlichen Gruppen in der Region berücksichtigt.
Alle Beteiligten wünschen sich Ergebnisse, die in konkrete Handlungsleitlinien münden, von denen auch andere Regionen einmal profitieren können. Fachleute verfolgen dieses Projekt schon jetzt bundesweit mit großem Interesse.
 

Das Projekt CO-2-OPT im Internet

 
Forstwirtschaftliche Vereinigung Nordheide-Harburg

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