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Wald und Holz NRW informiert über Windwurfschäden

Am 24. Januar hat Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, sich persönlich ein Bild vom Ausmaß der Schäden im Regionalforstamt Hochstift gemacht. Bereits einen Tag nach dem Sturm zeichnete sich die Region um Paderborn als das Hauptschadensgebiet ab. Von den rund 1,4 Mio. m³ Holz, die der Orkan zu Fall gebracht hat, liegen ein Drittel im Hochstift. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene ist der Schaden von „Friederike“ nicht mit dem des Orkans „Kyrill“ vergleichbar.

Am 18.1.2018 hatte Friederike Nordrhein-Westfalen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 143 km/h überquert. Das Zentrum des Sturms hatte NRW auf einer Linie nördlich Duisburg/Dortmund/Kassel getroffen. Dadurch fielen die Auswirkungen für die Waldflächen in Nordrhein-Westfalen nach Regionen sehr unterschiedlich aus. Gemeinsam mit Heinrich Bultmann, Waldbesitzer und Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Paderborner Land, Roland Schockemöhle, Leiter des Forstamtes Hochstift und dem Bürgermeister der Stadt Beverungen, Hubertus Grimm, beriet sich Andreas Wiebe im Forstrevier Paderborner Land (Michael Wessel) und im Forstrevier Beverungen (Mathias Wolff) über die Folgen des Orkans „Friederike“ und die an die Situation vor Ort angepassten Strategien zur Schadensbewältigung.

„Unsere Forstleute unterstützen die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit aller Kraft, die teils schweren Schäden aufzubereiten. Und hier im Hochstift hat der Orkan viele Waldbesitzende besonders hart getroffen, da gibt es viel zu tun. Jetzt kommt es auf kühle Köpfe und Expertenwissen an. Denn die Beseitigung der Sturmschäden im Wald ist selbst für Profis sehr gefährlich!“, mahnte Wiebe.

In einem Waldgebiet in Werl (Regionalforstamt Soest-Sauerland) machte sich Umweltministerin Christina Schulze Föcking am 25.1.2018 vor Ort persönlich ein Bild von den Waldschäden, die der Sturm Friederike verursacht hat. Dabei gab sie eine erste Waldschadensbilanz der Folgen des Sturms für Nordrhein-Westfalen bekannt. In einer vorläufigen, qualifizierten Gesamtschätzung der Regionalforstämter zur Größenordnung der Windwurfschäden im Wald wird eine Gesamthöhe von rund 1,4 Mio. m³ erreicht. Die durch den Orkan verursachte Menge an Schadholz liegt damit landesweit deutlich unter der normalen jährlichen Holzernte-Menge. Das ist eine gute Nachricht. Denn so reicht die Kapazität der Sägewerke in NRW und den benachbarten Bundesländern aus, um das Sturmholz zeitnah verwerten zu können.

„Gemeinsam werden wir auch diese Herausforderung meistern!“, sagte Edgar Rüther, Leiter des Regionalforstamtes Soest-Sauerland. „Wir als Team von Wald und Holz NRW stehen den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben mit Rat und Tat zur Seite. Dabei helfen uns die Erfahrungen, die wir vor elf Jahren bei dem Orkan Kyrill gemacht haben.“

Eine Übersicht über die gesperrten Waldflächen in NRW finden sich unter www.wald.nrw.de/sturm

Wald und Holz NRW

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