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Wald und Holz NRW hat Geschäftsbericht für 2015 vorgelegt

Wald und Holz NRW hat Geschäftsbericht für 2015 vorgelegt

Der Nachhaltigkeitsbericht 2015, der gleichzeitig der Bericht von Wald und Holz NRW für das Geschäftsjahr 2015 ist, wurde am 17. August 2016 in Münster veröffentlicht.

Nachhaltigkeitsbericht bestätigt: Der Wald ist bei den Forstleuten von Wald und Holz NRW in guten Händen.
Dem Prinzip, in Verantwortung für die nach uns kommenden Generationen zu arbeiten – dem Prinzip der Nachhaltigkeit – sind die Forstleute zutiefst verpflichtet. So hat Wald und Holz NRW im Zuge des kontinuierlichen Wachstums in den vergangenen Jahren den Anteil der Mitarbeiterinnen auf nunmehr fast 25 % gesteigert.
Stolz ist Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, auch auf die Ausbildungsquote von konstant rund 12 %. Die Ausbildungsquote bezeichnet die in Ausbildung Beschäftigten im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Beschäftigten. Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Ausbildungsquote in den Betrieben im Durchschnitt bei 4,8 %, bei der Bundesverwaltung bei 6,9 %.
Unser Wald ist eine Schatzkammer
Der Nachhaltigkeitsbericht steht in diesem Jahr unter dem Thema „Schatzkammer Wald“. Andreas Wiebe: „Das bezieht sich nicht nur auf den wichtigen Rohstoff Holz, den die Forstpartie Jahr für Jahr nachhaltig in unseren Wäldern als Rohstoffbasis für 180.000 Arbeitsplätze in NRW produziert. Es geht auch um die wichtigen Ressourcen Wasser, Luft, Boden, Artenvielfalt und Freizeitraum.“
Die Wälder leisten sehr viel, allerdings können die 150.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer im NRW für die meisten Leistungen, die ihre Wälder für die Natur und die Gesellschaft erbringen, keine Rechnungen schreiben. Für Andreas Wiebe ist die Betreuung des Waldbesitzes „unsere wichtigste Aufgabe, denn 63 % des Waldes gehören Privatleuten. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in ihrer für die Gesellschaft so wichtigen Arbeit zu unterstützen und stabile und gesunde Wälder zu erhalten und zu pflegen.“
Rund 300 Försterinnen und Förster kümmern sich in den Revieren um den Staatswald, den Kommunalwald und den Privatwald und sie genießen beim Waldbesitz ein hohes Vertrauen. Als Wald und Holz NRW im vergangenen Jahr durch eine Entscheidung des Landesrechnungshofs gezwungen war, neue Verträge zu teureren Konditionen anzubieten, haben sich die forstlichen Zusammenschlüssen flächendeckend dazu entschlossen, einen neuen Betreuungsvertrag mit Wald und Holz NRW zu der unterzeichnen.  „Dieser enorme Vertrauensbeweis ist für unsere Försterinnen und Förster ein großer Ansporn und Verpflichtung“, sagt Andreas Wiebe und ergänzt: „Und für Wald und Holz NRW ist es Motivation den begonnenen Wachstumskurs fortzusetzen. Wir werden weiter gut ausgebildete, junge Försterinnen und Förster einstellen, um auch langfristig die kompetente Betreuung unserer Wälder in allen Forstrevieren garantieren zu können.“
Das Vertrauen des Waldbesitzes sei auch ein Hinweis auf die Zukunftstauglichkeit des Erfolgsmodells Einheitsforstverwaltung. Wald und Holz NRW ist die umfassende Waldkompetenz in NRW. „Wir können den Waldbesitz neutral und ohne eigene wirtschaftliche Interessen beraten. Wir haben dabei immer das Wohl und die Gesundheit des Waldes im Blick, und das schätzen die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Ihr Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des über Generationen bestehenden Familienbesitzes.“
Zur Entwicklung auf dem Holzmarkt meinte Andreas Wiebe: „Stabil seitwärts“. Die Stammholzpreise liegen schon seit sechs Jahren auf einem vergleichsweise hohen Niveau und haben im Vergleich zum Vorjahr nur sehr leicht nachgegeben. Unabhängig vom Holzmarkt gelte bei Wald und Holz NRW der eiserne Grundsatz, dass nie mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst. Die Praxis zeige, dass – im Gegenteil – die Vorräte im Wald stetig zunehmen. „Das ist das Grundprinzip der Nachhaltigkeit, dem wir uns ohne Einschränkung verpflichtet fühlen.“
Zur Schatzkammer Wald gehört natürlich auch der zunehmende Artenreichtum in unseren Wäldern. In den letzten Jahren sind Wildkatze, Schwarzstorch und Uhu in die heimischen Wälder zurückgekehrt. Der dramatische Verlust seltener und bedrohter Arten, den zurzeit in weiten Teilen der offenen Landschaft zu beobachten ist, findet im Wald nicht statt. Andreas Wiebe: „Unsere nachhaltig und verantwortungsvoll genutzten Wirtschaftswälder sind ein stichhaltiger Beweis, dass wirtschaftliche Nutzung und Naturschutz kein Gegensatz sein müssen.“
Vom kontinuierlichen Umbau unserer Wälder zu klimastabilen Mischbeständen profitiert auch die Tier- und Pflanzenwelt. Zusätzlich zu den immer artenreicher werdenden Wirtschaftswäldern wurden einzelne Waldparzellen im Staatswald ganz aus der Nutzung genommen. Sie sollen sich in einem mehrere Jahrhunderte dauernden Prozess entwickeln. Wiebe: „Diese Wildnisentwicklungsgebiete sind kein Modell für den gesamten Wald in NRW, sondern die Ausnahme, die die Regel der nachhaltigen Waldpflege und -bewirtschaftung bestätigen. Nur in den Wirtschaftswäldern kann Holz für die vielen ökologisch wertvollen Holzprodukte geerntet werden. Nur so können wir mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz Stahl, Beton und Kunststoffe ersetzten. Und nur in den Wirtschaftswäldern können aus den Erlösen des Holzverkaufs die zahlreichen Forstwege gebaut werden, die wir als Wanderwege so gern für unsere Freizeit und Erholung nutzen.“
Der Nachhaltigkeitsbericht steht in digitaler Form auf der Homepage: www.wald-und-holz.nrw.de/nachhaltigkeitsbericht_2015
 
Wald und Holz NRW

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