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Wald und Holz Nordrhein-Westfalen zum Auftreten von Mäuseschäden

Wie der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen informiert, werden aus verschiedenen Regionalforstämtern vermehrt Mäusefraßschäden durch Rötel- und Erdmäuse gemeldet. Deshalb sollten gefährdete Kulturen, vor allem junge und vergraste Laubholzanpflanzungen, auf Anwesenheitsmerkmale der Mäuse und frische Fraßschäden kontrolliert werden.
In Forstkulturen schädigen hauptsächlich Erd- und Rötelmäuse. Rötelmausnageschäden sind meistens sehr auffällig, da diese Mäuse aufgrund ihrer guten Kletterfähigkeit die Rinde bis in mehrere Meter Höhe benagen. Die Erdmausfraßstellen befinden sich hingegen fast ausschließlich im unteren Stammbereich. Typische Anwesenheitsmerkmale der genannten Mausarten sind schmale, tunnelartig ausgefahrene Laufgänge in der Grasnarbe, worin klein geschnittene Grasreste liegen. Weiterhin sieht man bei genauer Betrachtung in Häufchen liegenden, walzenförmigen und im frischen Zustand dunkelgrün erscheinenden Kot. Bei einem Feldmausbesatz sind im Gegensatz hierzu häufig die Gangöffnungen zu erkennen.
Die Erd-und Rötelmäuse sind sowohl in Feldgehölzen als auch in Waldrändern, -blößen und Forstkulturen zu finden. Hier bevorzugt besonders die Erdmaus stark verkrautete, feuchte Biotope. Auch vernässte Standorte meidet sie nicht. Die Feldmaus ist meistens nur in Erstaufforstungen anzutreffen und liebt im Gegensatz zur Erdmaus trockenere Standorte.
Gegenspieler fördern
Bei festgestelltem Mäusevorkommen sollte auf größeren Kulturen und fehlenden Überhältern durch stabile Sitzkrücken (2 bis 4 Stück je Hektar) die Jagdmöglichkeiten für Prädatoren (z.B. Mäusebussard, Rotmilan) gefördert werden.
Nur bei gravierenden Fraßschäden ist eine Bekämpfung der Mäuse sinnvoll (Rodentizideinsatz).
 

Zum Waldschutzmanagement Wald und Holz NRW

 
Landesbetrieb Wald und Holz NRW

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