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(V.l.): Alfons Hörmann und Georg Schirmbeck bei einer gemeinsamen Pflanzaktion am 19. März im Tegeler Forst.

Gemeinsame Pflanzaktion im Tegeler Forst

Um auf die Bedeutung des Waldes im Klimawandel aufmerksam zu machen, fand am 19. März eine gemeinsame Pflanzaktion des Deutschen Forstwirtschaftsrates und des Deutschen Olympischen Sportbundes im Nordwesten Berlins statt.

Mit der gemeinsamen Aktion von Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), und Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), wurde zudem darauf hingewiesen, dass die Zusammenarbeit der Forstleute und Erholungssuchenden gestärkt werden soll. Denn der Wald ist auch als Sport- und Erholungsraum für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung. „Die Waldbesitzenden und Forstleute arbeiten hart, damit sich die Menschen auch in Zukunft im Wald erholen können. Wir machen uns Sorgen um den Wald“, sagte Schirmbeck. Die Auswirkungen des Klimawandels mit Sturm, Dürre und Insektenbefall setzen dem Wald, aber auch Waldbesitzenden und Forstleuten zu.

„Forstliche Aktivitäten sind eminent wichtig, um den wertvollen Sportraum Wald dauerhaft zu erhalten. Sport und bewegungsaktive Erholung im Wald haben für uns alle einen hohen Wert. Insbesondere für die Gesundheit und auch für den sozialen Zusammenhalt spielt die aktive Betätigung im Grünen eine große Rolle. Wald und Forstwirtschaft sind für Sportdeutschland wertvolle Partner“, ergänzte Hörmann. Deshalb setzt sich der DOSB dafür ein, dass Sportdeutschland die Forstleute bei der Bewältigung der Folgen von Wetterextremen unterstützt, damit sie den Wald fit für den Klimawandel machen können. Schirmbeck: „Wir müssen mehr tun, um unser Klima zu schützen. Die Forstwirtschaft und der Sport leisten dafür wertvolle Beiträge.“

Sportgeräte aus dem Wald

Jeder neugepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre klimaschädliches Kohlendioxid und speichert es als Kohlenstoff im Holz. Das bei der Waldpflege geerntete Holz wird zu Holzprodukten weiterverarbeitet, wobei die Speicherleistung erhalten bleibt. „Wer sich ein neues Sportgerät zulegt, könnte zum Beispiel schauen, ob es davon eine Holzversion gibt, hergestellt mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das ist bewusster und aktiver Klimaschutz, an dem sich jede und jeder beteiligen kann“, so Schirmbeck weiter.

„Die positiven individuellen und gesellschaftlichen Wirkungen von Sport im Wald sind enorm. Vor diesem Hintergrund fördern wir die Kooperation zwischen Sport- und Forstorganisationen und entwickeln erfolgreiche Formen gemeinsamen Handelns. Selbstverständlich werden wir auch den notwendigen Interessenausgleich zwischen Sport- und Forstorganisationen herbeiführen und gemeinsam mit dem DFWR diesbezügliche Herausforderungen, lösungsorientiert besprechen“, so Hörmann.

VDF stiftete Pflanzen

Die Flatterulmen für die Pflanzaktion im Tegeler Forst hat der Verband deutscher Forstbaumschulen e. V. (VDF) gestiftet. Die Flatterulme ist der Baum des Jahres 2019. Im vergangenen Jahr sind durch die Dürre bis zu 500 Mio. Pflanzen im Wald vertrocknet. „Die deutschen Forstbaumschulen unterstützen Waldbesitzende und Forstleute mit hochwertigem Pflanzgut, damit sie die Wälder an den Klimawandel anpassen können“, sagte Alain Paul, Geschäftsführer des VDF. „Die Forstbaumschulen sind wichtige Partner für die Forstwirtschaft, damit sie diese Jahrhundertaufgabe bewältigen können,“ betonte Paul.

Hintergrund zu Wald. Sport. Bewegt

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR), Vertretung der deutschen Forstwirtschaft mit rund zwei Mio. Waldbesitzenden, sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), regierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports mit 101 Mitgliedsorganisationen und mehr als 27 Mio. Mitgliedschaften in knapp 90.000 Sportvereinen, haben 2018 in Berlin unter dem Titel „Wald.Sport.Bewegt.“ eine strategisch ausgerichtete Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

Unter dem Dach der Kooperationsvereinbarung sind zahlreiche Vorhaben geplant. So war zum Beispiel „Wald bewegt“ Leitthema der Deutschen Waldtage 2018 und der Internationalen Grünen Woche in Berlin 2019. Durch Empfehlungen und Handreichungen sowie eine abgestimmte Kommunikationsarbeit soll die Zusammenarbeit zwischen Sport- und Forstorganisationen auf regionaler Ebene systematisch unterstützt werden.

Hintergrund des Deutschen Olympischen Sportbundes

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist die größte Bürgerbewegung Deutschlands. Er steht für Leistung, Gesundheit, Lebensfreude und Wertevermittlung. In seinen Mitgliedsorganisationen und deren Sportvereinen engagieren sich 8 Mio. Freiwillige im Bereich Sport und Bewegung, davon 750.000 Amtsträger auf der Vorstandsebene. Hinzu kommen 950.000 Engagierte auf der Ausführungsebene und 6,3 Mio. freiwillige Helferinnen und Helfer. Im Durchschnitt erbringen die Engagierten auf der Vorstandsebene und Ausführungsebene eine jährliche Arbeitsleistung von rund 23 Mio. Stunden. Der DOSB verfolgt im Rahmen seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung u.a. das strategische Ziel, die Partnerschaften mit den Organisationen des Umwelt- und Naturschutzes sowie des Forstwesens intensivieren.

DFWR

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