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Bayern: Wald-Naturschutz-Preis verliehen

Bayern: Wald-Naturschutz-Preis verliehen

Am 20. November 2015 wurde in den Räumen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landau der Wald-Naturschutz-Preis verliehen. Aus über 40 Vorschlägen wurden drei Preisträger ausgewählt, die dem Ideal vom Nutzen und Schützen auf einer Fläche am nächsten kommen.

Als Schirmherr konnte der Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau, Heinrich Trapp, gewonnen werden. Sponsor und Träger des Preises ist die VR Bank Landau. Mit dieser Preisverleihung fand das von Forstminister Helmut Brunner bayernweit ausgerufene Aktionsjahr Waldnaturschutz im Landkreis seinen Abschluss.
Die Bewertung für den Wald-Naturschutz-Preis 2015 erfolgte in verschiedenen Kategorien. Nicht allein die Aspekte des Naturschutzes wurden dabei betrachtet, sondern auch aktive Waldwirtschaft und die Waldästhetik.
Sieger der Auswahl wurde der Gemeindewald in Poxau. Laudator Karl Vilsmeier, Vorstand der WBV Reisbach, betonte in seiner Rede die Besonderheit dieser Fläche. So seien kaum anderswo im Tertiären Hügelland so viele unterschiedliche Baumarten in einem Bestand zu finden. Auch die Nutzung des Waldes als Waldkindergarten und der Waldlehrpfad stellen spezielle Elemente dar. Der zweite Preis ging an einen Bestand des Freiherrn Lorenz Klein von Wisenberg. Dessen Wald steht beispielhaft für den gelungenen Waldumbau. Christoph Lermer belegte mit seinem „Märchenwald“ in Reichersdorf den dritten Rang. Für die ersten drei Plätze gab es jeweils Geldpreise, die folgenden 14 Plätze erhielten ein gerahmtes Bild ihrer Waldfläche.
Zusätzlich als besondere Auszeichnung erhielten die drei Siegerflächen jeweils den „VR-Specht“ aus Holz. Wie kaum ein anderes Tier zeigt der Specht die Naturnähe eines Waldes auf. So nennt er strukturreiche Wälder mit hohem Laubbaumanteil und Höhlenbäumen sein Zuhause. Er steht auch als Symbol für die Fähigkeit naturnaher Wälder, sich selbst zu schützen, da er im großen Umfang Schadinsekten wie den Borkenkäfer frisst.
 
 
Der Wald-Naturschutz-Preis soll dem Waldbesitzer aufzeigen, das bereits mit kleinen Maßnahmen wie dem Belassen von Totholz in ihren Beständen viel für den Arten- und Naturschutz getan werden kann. Es soll deutlich werden, dass im Wald Nutzen und Schützen nicht im Konflikt zueinander stehen, sondern nebeneinander auf der gleichen Fläche existieren können.
Dr. Joachim Hamberger, Bereichsleiter Forsten Landau/Isar

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