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Wald- und Holzwirtschaft: 365 Tage Nachhaltigkeit!

Wald- und Holzwirtschaft: 365 Tage Nachhaltigkeit!

Die aktuellen Entwicklungen in der Klimapolitik und der Zwang zur nachhaltigen Wirtschaftsweise haben die ökologisch-ökonomische Bilanz der Wald- und Holzbearbeitungswirtschaft massiv aufgewertet. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum klimatisch notwendigen Waldumbau, aber auch bei der Be- und Verarbeitung des Werkstoffs Holz setzen neue Akzente, beispielsweise als Erdölsubstitution oder zur Energiegewinnung!
Wald- und Holznutzung sind nachweislich aktiver Klimaschutz! Allein Bayerns Wälder speichern durchschnittlich etwa 278 Tonnen CO₂ pro Hektar. Bei der bayerischen Waldinventur 2002 ergab sich somit rechnerisch eine „CO2-Senke“ mit 675 Mio. Tonnen CO₂. In Bayern sind bis heute seither 33 Millionen Kubikmeter Holz jährlich nachgewachsen – wovon pro Jahr nur ein Teil wieder genutzt wurde.
Der Holzzuwachs der letzten 30 Jahre in Bayern wird auf etwa 350 Millionen Kubikmeter geschätzt: pro Sekunde wächst ein neuer Kubikmeter Holz. Darin wird eine Tonne CO2 aus der umgebenden Luft gespeichert.
Rund 1,5 Tonnen CO₂ befinden sich in einer ausgewachsenen Fichte. In circa 100 Jahren speicherte dieser Baum diejenige CO₂-Menge, die ein neuer Mittelklassewagen heute als Jahresfahrleistung ausstößt. In 40 Sekunden wächst in Bayern Holz für ein Holzhaus nach, welches CO₂ langfristig bindet.
Bayerns Wälder nehmen nicht nur CO₂ auf, sondern liefern mit dem Werkstoff Holz für zahlreiche Produkte erhebliche CO₂-Speicherkapazitäten!
Die Interessens-Allianz der Bayerischen Forst- und Holzwirtschaft bringt durch die Verwirklichung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft die ‚Green Economy’ aktiv voran. Der Geschäftsführer des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Hans Baur: „Neue Forschungsergebnisse, neue Produktions- und Nutzungsverfahren z.B. bei Viskose, bei Kraftstoffen oder Energieerzeugung erhöhen die Nachfrage nach Holz und Holzprodukten. Unsere Wertschöpfungskette ermöglicht ökonomisch-ökologisch nachhaltiges und gleichzeitg sozial verträgliches Wirtschaftswachstum sowie Klima- und Umweltschutz! Im Vergleich zu anderen Produktionen wirtschaften wir grüner!“
Nicht nur in der Industrie und im Handwerk, auch im Alltag könnten die Verbraucher dem Zukunftswerkstoff Holz zum Durchbruch verhelfen. Dies zum Beispiel durch Kaufentscheidungen für heimische Holzprodukte wie einer Wiege aus Holz.
Hätten 2010 alle bayerische Eltern für ihre 105.251 Babys Wiegen aus Holz gekauft, dann wären dafür 31.575 Kubikmeter Holz verarbeitet worden – und damit 31.575 Tonnen CO₂ gespeichert! Zugunsten der Zukunft auch der nächsten Nachkömmlinge.
Zugunsten von 315 Arbeitsplätzen im Bereich Wald und Holz.
Das erwähnte Beispiel für Holznutzung kann auch auf andere Gesichtspunkte umgerechnet werden! Die Wiegen aus Holz beispielsweise entziehen unserer Atmosphäre diejenige Menge an CO₂, die ihr zugefügt werden durch ca. 30.000 Autofahrten von München nach Hamburg.
 

Deutscher Aktionstag Nachhaltigkeit am 4. Juni 2012

 
Bayerischer Waldbesitzerverband

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