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Wald und Holz als CO2-Killer

Wald und Holz als CO2-Killer

„Wald und Holz schützen durch die Bindung von CO2 unser Klima nachhaltig“, sagte Forstminister Gert Lindemann am 8. Juli zur Veröffentlichung der neuen Kohlenstoffstudie seines Hauses. Diese wurde von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen erarbeitet und liegt jetzt vor. Die Speicherung von Kohlenstoff im Wald und im Rohstoff Holz ist klimapolitisch ein hochaktuelles Thema. Sie ist ein wesentlicher Beitrag zur CO2-Senke und damit zur Reduzierung der Erderwärmung. Die Studie des Niedersächsischen Landwirt-schaftsministeriums zeigt die Mengen an Kohlenstoff auf, die bereits heute und auch zukünftig in den Wäldern und in den aus Holz hergestellten Produkten gespeichert werden.
„Die Studie macht deutlich, dass im Wesentlichen die Nutzung des Waldes, neben seiner Schutz- und Erholungsfunktion für die Bevölkerung, den höchsten Effekt für den Klimaschutz darstellt“, so Forstminister Lindemann. Er betonte weiter, dass eine großzügige Stilllegung von Waldflächen in diesem Zusammenhang langfristig kontraproduktiv ist.
Ziel der niedersächsischen Landesregierung ist es, die Bedeutung des Waldes sowie der Forst- und Holzwirtschaft für den Klimaschutz stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. „Unsere Wälder sind aufgrund der ordnungsgemäßen und nachhaltigen Bewirtschaftung wahre Künstler bei der Kohlenstoffbindung. CO2 wird aus der Luft durch die Bäume absorbiert, Kohlenstoff wird zu Holz verarbeitet und Sauerstoff zum Atmen wieder freigesetzt“, lobte Minister Lindemann die Wirkung des Waldes.
So sind aktuell 192 t Kohlenstoff in jedem Hektar Wald gebunden, von denen 35 % auf die Bäume, 1 % auf das Totholz und 64 % auf den Waldboden entfallen. Darüber hinaus sorgt das jährlich genutzte Holz aus den Wäldern für eine weitere Speicherung von Kohlenstoff in den verschiedenen Holzprodukten, von denen z.B. das Bauholz eine Verweildauer von 50 Jahren, Holzwerkstoffe von 25 Jahren, Papier von 3 Jahren und Energieholz von 1 Jahr haben.
„Das Schöne ist: Das Holz, welches wir für die Holzprodukte nutzen, wächst Jahr für Jahr im Wald wieder nach, weil wir nachhaltige Waldbewirtschaftung betreiben“, erklärt Minister Lindemann.
Durch eine solche verantwortliche Nutzung der heimischen Ressource Holz werden Holzimporte aus Ländern verhindert, in denen Raubbau und Waldvernichtung an der Tagesordnung sind. In vielen Bereichen des Lebens kann der nachwachsende Rohstoff Holz stärker als bisher eingesetzt werden und auf diese Weise energieintensiv produzierte Roh- und Baustoffe ersetzen.
Die Kohlenstoffstudie kann online auf der Seite Wälder für Niedersachsen abgerufen werden.
 

Zur Kohlenstoffstudie

 
ML

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