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Wald für Migranten

Wald für Migranten

Viele Menschen kommen aus den Krisengebieten der Welt nach Deutschland und lernen unser Land und unsere Sprache kennen. Am 23. April fand erstmals ein Sprachkurs im Waldhaus des ErlebnisWaldes Trappenkamp statt.21 Teilnehmer der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH in Neumünster waren mit ihrer Sprachlehrerin Maria Jensen zu Gast im ErlebnisWald und nutzten die Gelegenheit, den Wald in Schleswig-Holstein kennenzulernen. „Diese Einladung ist für uns eine tolle Möglichkeit, nicht nur die Sprachkenntniss zu verbessern, sondern auch Land und Leute kennenzulernen“, sagt Maria Jensen, Leiterin des Sprachkurses. Einen ganzen Vormittag lang waren die Teilnehmer im Wald unterwegs, begleitet von der Waldpädagogin Britta Gehlhaar. Sie beantwortete die Fragen der Gäste zur Natur in Schleswig-Holstein.Unter den 21 Teilnehmern ist ein Asylbewerber, die anderen sind Migranten mit Aufenthaltserlaubnis. Der Deutschkurs ist finanziert vom Europäischen Sozialfonds für Deutschland BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Die Stadtwerke Neumünster unterstützen das Konzept mit einem kostenlosen Bustransfer nach Trappenkamp.Die Einladung des ErlebnisWaldes gilt für alle Deutsch-Sprachkurse für Migranten. Die Teilnahme ist kostenlos. „Als Bildungszentrum für Nachhaltigkeit engagieren wir uns hier gerne, um besonders den Menschen, die bei uns noch fremd sind, zu zeigen, wie wichtig der Wald für unsere Zukunft ist“, sagt Stephan Mense, Leiter des ErlebnisWaldes.Ghayor Sarwary aus Afghanistan ist Teilnehmer des Kurses und war von dem Ausflug begeistert: „In meiner Heimat gibt es so etwas nicht – aber auf meinem Weg nach Deutschland habe ich schon viele Wälder gesehen.“ Andere Teilnehmer erzählten Geschichten über den Wald in Polen, Griechenland, der Türkei oder Kasachstan. Die Gruppe trank gemeinsam eine Tasse Tee am Lagerfeuer, kletterte auf den TeamTower und besuchte die Falknerei.

SHLF

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