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Wahlers Forsttechnik: Service-Offensive in Österreich

Der deutsche Ponsse-Importeur Wahlers Forsttechnik hat einen eigenen Service-Standort in Österreich gegründet.

Den Service für die Marke Ponsse in Österreich hatten im Laufe der Zeit einige Partner der Firma Wahlers Forsttechnik inne. Die langjährige Zusammenarbeit mit der dem bisherigen Servicepartner Fobas hat den Wahlers-Geschäftsführern Ralf Dreeke und Michael Rathjen gezeigt, dass in der Alpenrepublik ein Wachstumspotential für die Ponsse-Maschinen steckt.

 Mit einem eigenen Standort hat Wahlers nun die Voraussetzungen geschaffen, um den Markt weiter auszubauen. Positiv wirken dabei auch die jahrzehntelange Erfahrung in Deutschland und die engen Kontakte zum Hersteller aus.

Schon gut vertreten

Eine Bestandsaufnahme ergab zuvor, dass Ponsse bei Österreichs Holzernteunternehmern mittlerweile ganz gut vertreten ist. Christian Seunig sagt dazu: „Unsere Datenbank weist mehr als 90 Maschinen auf, die in Österreich stationiert sind. Das ist eine Zahl, die intensive Betreuung und Unterstützung rechtfertigt.“

Seunig ist bei Wahlers Österreich für die Wartung der Maschinen und Einweisung der Fahrer zuständig. Derzeit sind zwar viele österreichische Maschinen in Deutschland, Slowenien und Italien unterwegs, um die Folgen von Sturm und Käfer zu beseitigen. Aber es werden auch wieder normale Zeiten kommen, in denen die Kunden eine schlagkräftige inländische Repräsentanz schätzen.

Foba in Reichenfels

Der bisherige Standort in Reichenfels war für die Ansprüche von Wahlers auf Dauer zu klein. Man begab sich auf die Suche nach einem größeren Objekt und fand es nicht weit entfernt in Frantschach.

Zwischen dem bekannten Zellstoff- und Papierwerk und der Offner-Säge befindet sich das seit Jahrhunderten bestehende Hammerwerk Müller, bekannt für seine Biber-Axt, die stabilen Sappies und andere forstliche Werkzeuge. Das Unternehmen stellte auch Lkw-Aufbauten her, hat diese Abteilung aber mittlerweile geschlossen. Die Werkstattfläche bietet nun den idealen Boden für die Entfaltung der neuen Wahlers-Vertretung.

Seunig: „Besser als auf der grünen Wiese neu zu bauen ist die Nutzung bestehender Gebäude, gerade wenn sie unseren Zwecken so entgegenkommen.“ Es gibt ausreichend Werkstattbuchten mit hohen Toren. Die Halle verfügt über einen Kran mit 8 t Hubkraft, was für alle Zwecke der Reparatur an Harvestern oder Forwardern ausreichen sollte. In einem Nebengebäude befinden sich eine große heizbare Waschbox und die größte Lackierkabine des Lavanttales, wo jeweils ein ganzer Lkw-Zug Platz finden kann. Dazu kommen die Büro- und Personalräume in einem anschließenden Trakt der Fabrik.

Italien und Slowenien

Ganz wichtig ist Wahlers auch genügend Raum für ein großes Ersatzteillager. Denn von Kärnten aus können neben den österreichischen Kunden bei Bedarf auch der slowenische und italienische Ponsse-Händler mit Ersatzteilen unterstützt werden. Wer im Wald arbeitet, braucht Ersatzteile und die plant Wahlers von Frantschach aus zu versenden oder zur Abholung bereitzustellen, vor allem weil der Standort nicht mal 3 km von der Südautobahn entfernt liegt.

„Wenn eine Reparatur im Nordosten Österreichs zu machen ist, dann sind wir“, so Seunig, „trotzdem schneller im Wald an der Maschine, als wenn ein Kollege aus Deutschland anrücken müsste.“ Von Frantschach aus wären die Techniker bei Bedarf auch zügig in Italien und Slowenien, um die dort tätigen Kunden zu betreuen oder die dort ansässigen Ponsse-Händler zu unterstützen.

Eröffnung im Herbst

Seit Jahresbeginn richtet sich Wahlers in Frantschach ein. Alles geschieht neben der normalen Arbeit. Es dauert zwar, doch langsam ist ein Ende in Sicht. Wahlers will noch im Herbst mit einer corona-konformen Eröffnung die Niederlassung offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Bei unserem Besuch machte der Komplex noch einen ruhigen Eindruck, ließ aber das Potenzial für eine gute Händlerbasis erkennen. Es war zwar keine Maschine zu sehen und die laufend eintreffenden Ersatzteile steckten noch in ihren Kartons. Der Hallenkran hatte nichts zu tun, die Waschbox war sauber und leer. Mit ein wenig Phantasie und den Erläuterungen von Christian Seunig konnte man sich auch die Ausdehnung des Gebrauchtmaschinenplatzes vorstellen.

Im Vollbetrieb könnte Frantschach dann zehn Personen, von den Servicetechnikern über den Lageristen bis hin zum Büropersonal, einen Arbeitsplatz bieten.

Seunig: „Marius Dreeke und Gerit Koch, die nächste Generation bei Wahlers, waren beim Aufbau der Vertretung sehr engagiert und werden sicher öfter in Österreich zu sehen sein. Die Schönheit Kärntens hat es ihnen jedenfalls schon angetan,“ sagte er mit Augenzwinkern.

Anton Friedrich

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