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Zu lang und doch nicht zu lang: Im Verband darf man die Ladelänge des SNPS überschreiten. Foto: L. Mengel

Waggons korrekt überladen

Bei der Waggonverladung von Langholz gibt es bisweilen ein Problem: Der gebräuchliche Waggontyp SNPS bietet nur eine maximale Ladelänge von 19,6 m. Der mit 21 m extralange Waggon Rnoos ist wesentlich teurer und oft nicht gleich verfügbar. Für solche Fälle gibt es in den europäischen Verladerichtlinien eine wenig bekannte Lösung: Beim Transport im geschlossenen Wagenverband ist es erlaubt, den SNPS auf beiden Seiten bis zu 100 cm zu überragen. Dabei blockiert man allerdings den sogenannten „Berner Raum“ zwischen Zughaken und den Puffern, der normalerweise für das Kuppeln der Wagen zwingend freizuhalten ist. Bei der Waggonbestellung ist deswegen unbedingt anzugeben, dass es sich um einen Wagenverband handelt, der nicht getrennt werden darf.Auf diese Weise kann man auf den innenliegenden Wagen einer solchen Gruppe auch Stämme bis zu 21 m Länge unterbringen. Die maximalen Gewichtsgrenzen, abhängig von der Streckenklasse der geplanten Route, bleiben davon jedoch unberührt. Zu den äußeren Waggons bzw. der Ladung darauf ist ein Mindestabstand von 35 cm einzuhalten.Solche und ähnliche zulässige Tricks erfährt man bei den Verladerqualifikationen, die von DB Schenker Nieten regelmäßig kostenfrei angeboten werden. Interessenten wenden sich an: Martin.Fiebig@dbschenker.com

DB Schenker Nieten/H. Höllerl
Zu lang und doch nicht zu lang: Im Verband darf man die Ladelänge des SNPS überschreiten. Foto: L. Mengel Optimal: Die Überlängen sitzen im Innenbereich des Waggons. So schwenkt die Ladung auch bei Kurvenfahrt nicht aus. Foto: L. Mengel

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