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Wälder sind Kohlendioxid-„Staubsauger“

Wie eine in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Science“ veröffentlichte internationale Studie zeigt, ist der Wald ein deutlich größerer Kohlendioxid-Speicher als bisher angenommen.
Weltweit schlucken die Wälder rund 2,4 Mrd. t Kohlenstoff pro Jahr, das entspricht 8,8 Mrd. t Kohlendioxid. Zwischen 1990 und 2007 war das in Summe rund ein Drittel des Kohlenstoffs, der in dieser Zeit durch die Verwendung fossiler Brennstoffe freigesetzt wurde. „Die Wälder sind damit praktisch für die gesamte terrestrische Kohlenstoff-Speicherung verantwortlich“, erklärte einer der Autoren, Anatoly Shvidenko, vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA).
Derzeit sind in weltweit knapp 4 Mrd. ha Wald mehr als 860 Mrd. t Kohlenstoff gespeichert, der Großteil davon (Anteil 44 %) im Boden und in der lebenden Biomasse (Anteil 42 %).

Die Studie zeigte auch die gravierenden Effekte der Entwaldung: Durch Abholzung würden jährlich 2,9 Mrd. t Kohlenstoff freigesetzt. Höher als erwartet ist dagegen der positive Effekt von Wiederaufforstungen, speziell bei den tropischen Regenwäldern.

LK Österreich

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