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Der Bund Deutscher Forstleute fordert von der neuen Bundesregierung die Einrichtung eines Bundesamtes für den Wald.

Wälder im Klimawandel

Vom 6. bis 17. November 2017 findet unter der Präsidentschaft von Fidschi und Deutschland als Gastgeber die Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn statt. Es sollen die Details zur Anwendung des Pariser Klimaabkommens ausgearbeitet werden. Es geht weiter um Strategien zur Vermeidung von Treibhausgasen, Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und die Frage: wie muss investiert werden, um klimafreundlich zu wirtschaften?

Zu all diesen Themen kann der Wald wertvolle und wichtige Antworten liefern. Gleichzeitig ist der Wald vom Klimawandel bedroht. Auf diesen Umstand will die Forstwirtschaft in Deutschland (FiD) und der Bund Deutscher Forstleute (BDF) in Bonn hinweisen.

„Der Klimawandel ist im Wald bereits Wirklichkeit. Tagtäglich haben wir mit den Auswirkungen zu tun. Selbst wenn das 2-Grad-Ziel erreicht wird, steigt das Risiko für viele Baumarten immens. Wälder sind ortsfest und können nicht flüchten. Sie reagieren nur sehr langsam auf Veränderungen. Das stellt uns Forstleute vor große Herausforderungen. Es geht nicht zuletzt auch um un-seren eigenen Arbeitsplatz und natürlich den Sehnsuchtsort sehr vieler Menschen“, erläutert Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF.

„Die Wälder sind konkret durch den Klimawandel bedroht. Damit auch die Biodiversität. Aber auch der nachwachsende Werkstoff Holz und damit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Nur durch das vorausschauende Handeln der Forstleute kann der Wald fit gemacht werden für die Zukunft. Wir brauchen beides. Den Stopp des Klimawandels durch die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und die Klimaanpassung. Das kostet Geld und braucht ausreichend und sehr gut ausgebildetes Personal“, so Dohle weiter.

Der Wald leistet bereits einen großen Beitrag im Klimawandel.

Durch den Wald und die Verwendung von Holz als Roh- und Werkstoff werden schon heute 14 % des deutschen CO2-Ausstoßes gebunden.

In der Bonner Rheinaue finden Sie unweit des Auensees und des Japanischen Gartens direkt zwischen der Zone der Verhandlungen und der Zone der Side Events, den Stand von Forstwirtschaft in Deutschland „CLIMATE FORESTS“. Dort entsteht während der COP23 eine hölzerne Baumskulptur. Diese trägt die Weltkugel. Mit dem Slogan „Be Part of the Art“ werden die Konferenzteilnehmer aufgefordert, auf den verwendeten Holzplanken ihre Gedanken, Wünsche, Visionen und Botschaften festzuhalten. Wer möchte, kann selbst am Projekt mitarbeiten und „den Hammer schwingen“.

Mehr Infos unter: cop23.german-forestry.com

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

BDF

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