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Vorsitzender der österreichischen Sägeindustrie zieht Bilanz

Am 11. September übergab Christoph Kulterer offiziell das Zepter des Vorsitzenden der österreichischen Sägeindustrie an Herbert Jöbstl.
Blickt Kulterer auf seine Amtszeit zurück, so geht sein Blick weiter in die Vergangenheit. „Die Zeiten waren extrem bewegt. 2007 traf eine große Menge an Sturmholz auf einen aufnahmefähigen Markt. Der entstehende Hype ist rückblickend umso gewaltiger, als unmittelbar darauf die Krisenjahre folgten“, analysiert Kulterer. Absatzmärkte, wie Italien, halbierten sich nahezu – etwa beim Schnittholz. Parallel kam immer weniger Rundholz auf den Markt. „Wenn das Zinsniveau fast null ist, geht auch die Nutzung zurück. Bei hohen Preisen reicht außerdem weniger Menge um den gleichen Deckungsbeitrag zu erwirtschaften.“
Kulterer verweist auf drei österreichische Spezifika, die in der Abschwungphase halfen:
•  der Werbemittelbetrag der Branche (2010 freiwillige Erhöhung von 22 ct/Fm auf 30 ct/Fm),
•  die Interessenplattform „Forst Holz Papier“,
•  die bilaterale Werbeplattform promo_legno in Italien.
„In Italien hat unser Mitteleinsatz eine Verdoppelung des Holzbedarfs initiiert. Nicht auszudenken, wo wir ohne diese Steigerung wären“, meint Kulterer. „Intern sind wir nun besser aufgestellt: Wir haben klarere Strukturen. Die notwendige Beibehaltung des Werbemittelbeitrags gibt die Möglichkeit weiter in den Aufbau neuer Märkte zu investieren.“
timber-online.net

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