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Die rechtzeitige Kontrolle der Wälder ist besonders wichtig, um Borkenkäferbefall vorzubeugen.

Appell an Waldbesitzer in Bayern

Vor dem bevorstehenden Schwärmflug der Borkenkäfer appellierte das bayerische Minsterium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) an Waldbesitzer, ihre Wälder konsequent auf Befall zu kontrollieren. Die Käfer haben in hoher Zahl überwintert und finden in Schadhölzern aus Sturmwürfen und Schneebrüchen nun ideale Brutmöglichkeiten.

„Wir stellen uns auf ein sehr kritisches Jahr mit hohem Borkenkäferbefall ein, deswegen ist die sorgsame und rechtzeitige Kontrolle besonders wichtig“, sagte die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber am 15. April in München.

Wie erkennen sie frischen Käferbefall?

Frischer Käferbefall ist am braunen Bohrmehl gut zu erkennen, das sich auf Rindenschuppen oder auf der Bodenvegetation ansammelt. Ein deutliches Anzeichen für älteren Befall ist die sich ablösende Rinde. Benachbarte Bäume sollten laut Kaniber unbedingt auf frischen Befall kontrolliert werden. Angesichts der großen Herausforderung und der Bedeutung stabiler Wälder für die ganze Gesellschaft stehe der Freistaat den rund 700.000 Waldbesitzern unterstützend zur Seite. Dazu hat das Minsterium ein Maßnahmenpaket aus dem vergangenen Jahr erneut aufgelegt und erweitert.

Die sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Kaniber die einzig wirksame Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern. Dazu müssen befallene Stämme rasch aufgearbeitet, entrindet oder mindestens 500 m aus dem Wald transportiert werden. Zudem sei es ratsam, die Baumkronen zu häckseln, um dem Käfer Brutmaterial zu entziehen. Auch bisher nicht aufgearbeitetes Schadholz ist für die Käfer ideales Brutmaterial und sollte zügig entfernt werden.

StMELF

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