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Vorschlag für ein Ausschreibungssystem

Der Berufsverband Forstunternehmer in Bayern (BFB) und die bayerischen Forstunternehmer im Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) haben einen Vorschlag für ein verbessertes Ausschreibungssystem bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) abgestimmt. Kern der Vorschläge, die dem Bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner übergeben werden, sind kürzere, maximal quartalsweise Ausschreibungszeiträume ohne einseitige Verlängerungsoption der BaySF. Zudem sollen die Lose nicht über 5 000 Fm liegen. Auf diese Weise könnten die starren Regelungen der europaweiten Ausschreibung umgangen und regionale Unternehmen besser berücksichtigt werden.Die Verbände stellen sich weiterhin vor, dass in den Leistungsbeschreibungen mit Ausnahme von Nassflächen oder bei Stehendentnahme keine Vorgaben zur Maschinenausstattung mehr gemacht werden. Man könne etwa darauf verzichten, Bogiebänder oder Breitreifen vorzuschreiben. Stattdessen solle man den Unternehmern die Entscheidung überlassen, mit welcher Technik sie die Qualitätsstandards der BaySF beim Bodenschutz erfüllen wollen.Ein zentraler Punkt der Vorschläge ist die Ausscheidung von Dumpingangeboten. Gefordert wird dafür die Einrichtung einer Expertenkommission aus Vertretern der Unternehmerverbände, der BaySF und des KWF. Diese solle auf Grundlage anerkannter Kalkulationen Grundpreise pro Stärkeklasse und Sortiment herleiten, auf die dann z. B. prozentual Angebote abgegeben werden. Angebote, die über 20 % nach unten abweichen, könnten aussortiert werden. Als weitere Aufgabe der Expertenkommission sehen BFB und VdAW die Festlegung über Art und Höhe der Zuschläge bei erschwerten Hiebsbedingungen. Eine neutrale Kontrollinstanz sei außerdem für die Prüfung strittiger Abnahmeprotokolle erforderlich.

Oliver Gabriel

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