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Das Lausitzer Wolfsgebiet umfasste 2009 etwa 2500 Quadratkilometer Fläche - vor allem in Sachsen

Vorbild Sächsisches Wolfsmanagement

Sachsens Umweltminister Frank Kupfer wies anlässlich der Vorstellung eines Wolfsmanagementplans in Thüringen auf die Vorbildfunktion des „Managementplanes für den Wolf in Sachsen“ in Deutschland hin. „Die Thüringer Kollegen haben sich bei der Erarbeitung ihres Planes auch an unseren Erkenntnissen orientiert“, sagt der Minister. „Das freut mich natürlich, denn es zeigt, dass wir bei der Erarbeitung unseres Planes gut gearbeitet und damit den richtigen Weg eingeschlagen haben.“ Der sächsische Managementplan regelt seit 2009 das Zusammenleben von Menschen und Wölfen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2010 einen Wolfsmanagementplan verabschiedet, der dem sächsischen Plan in den meisten Punkten gleicht. Der Wolfsmanagementplan Brandenburgs aus dem Januar dieses Jahres beruht ebenfalls auf sächsischen Erfahrungen mit dem Wolf.
Hintergrund:
Nach rund 100 Jahren ohne Wolfspopulation wurde 1996 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Oberlausitz bei Bad Muskau (Landkreis Görlitz) der erste Wolf bestätigt, der ein eigenes Territorium besiedelt hatte. Im Jahr 2000 wurden auf sächsischem Gebiet erstmals Welpen geboren. Im Mai 2009 wurde im Freistaat Sachsen der „Managementplan für den Wolf in Sachsen“ beschlossen. Die darin enthaltenen Regelungen wurden von rund 50 thematisch berührten Vereinen, Verbänden, Bürgerinitiativen und weiteren Institutionen gebilligt. Der Plan fasst erstmals in Deutschland den rechtlichen Rahmen, die Zuständigkeiten und den Umgang mit dem Wolf zusammen.
Im Jahr 2011 hat der Freistaat Sachsen das Gebiet, auf dem Schutzmaßnahmen für Nutztiere gegen Wolfsangriffe mit staatlichen Hilfen gefördert werden, deutlich erweitert. Neben den Landkreisen Bautzen und Görlitz gehören seitdem auch die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie Teile der Landkreise Mittelsachsen, Leipzig und Nordsachsen zum Fördergebiet.
SMUL

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