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Vorarlberg: Holz als Energiequelle auf Erfolgskurs

Ein bemerkenswertes Ausrufezeichen für erneuerbare Energie und die heimische Holzwirtschaft setzt die aktuelle Erhebung des Brennstoffverbrauchs der 112 Vorarlberger Biomasseheizwerke. In der Heizperiode 2010/2011 wurden insgesamt rund 368000 m³ Hackgut verbrannt, um 19 % mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem Endenergiebedarf von 26 Mio. l Heizöl und der Einsparung von etwa 60000 t CO2 pro Jahr.
Inzwischen werde im Land mehr Wärme aus Holz erzeugt als durch den Einsatz von Heizöl extra leicht, so Umwelt- und Agrarlandesrat Erich Schwärzler. Den größten Anteil des energetisch verwendeten Holzes bildet dabei Waldhackgut mit 170000 Srm, mit denen 46 % des gesamten Bedarfs abgedeckt werden. Sägerestholz (155000 Srm, 42 %) ist ebenfalls als wertvoller Energieträger erkannt worden, wovon wiederum die heimischen Sägewerke und das Holz verarbeitende Gewerbe profitieren. Der Rest wird durch Rinde, Sägemehl, Flurgehölze und zu einem geringen Teil durch Pellets und Althölzer aufgebracht. Der Großteil des Holzes wird direkt beim Waldbesitzer oder bei einem Holz verarbeitenden Betrieb eingekauft.

Der weitere Ausbau bei der Biomasse ist an die Forststrategie des Landes gekoppelt. „Damit wird gewährleistet, dass dem Wald nur so viel entnommen wird, wie auch wieder nachwächst. Derzeit ist die Situation aber immer noch so, dass mehr Holz nachwächst, wie geschlagen wird“, erklärt Schwärzler.
 

Österreichischer Forstverein

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