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Die Waldeigentümer befürchten angesichts des milden Winters und der aktuell warmen Temperaturen eine explosionsartige Vermehrung der Borkenkäfer

AGDW fordert Unterstützung von 500 Mio. €

Anläßlich der Wetterextreme des letzten Jahres fordert die AGDW Nothilfen in Höhe von 500 Mio. €. Damit sollen die Schäden aus dem Jahr 2018 aufgearbeitet werden.

Die Waldeigentümer schlagen Alarm. „Die Auswirkungen der jüngsten Wetterextreme haben zu einer katastrophalen Lage in unseren Wäldern geführt“, sagte AGDW-Präsident Hans-Georg von der Marwitz auf der Hauptausschusssitzung der AGDW am 11. April in Berlin. Die Vorsitzenden der Landesverbände machten deutlich: Die Wetterextreme des letzten Jahres haben schwere Schäden in weiten Teilen der Wälder hinterlassen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium rechnet für 2018 und 2019 mit einer Schadholzmenge in Höhe von 70 Mio. Fm. Dabei handelt es sich um eine Summe von rund 2,5 Mrd. € Schäden.

Die Auswirkungen der Wetterextreme auf den Wald sind langfristig und vielfältig: Immer mehr Waldflächen vertrocknen. Darüber hinaus befürchten die Waldeigentümer angesichts der milden Temperaturen des vergangenen Winters eine explosionsartige Schädlingsvermehrung, so dass die Wälder in Deutschland weiter angegriffen werden. Auf ihrer Hauptausschusssitzung vor wenigen Tagen in Berlin haben die 13 Landesverbände daher einen Forderungskatalog verabschiedet, um die Wälder zu retten.

Neben den Nothilfen in Höhe von 500 Mio. € zur Aufarbeitung der Schäden fordert die AGDW von den Landesregierungen die bereits zugesagte Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) unbürokratisch und zügig in den Ländern umzusetzen, damit die Hilfen bei den einzelnen Waldbesitzern ankommen.

Von der Marwitz: „Bei der Rettung unserer Wälder handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aufgrund der katastrophalen Zustände in den Wäldern fordern wir einen ressortübergreifenden Pakt für den Wald, damit die vielfältigen Funktionen des Waldes in Deutschland erhalten bleiben.“ Zu diesen Funktionen zählt der Wald als Klimaschützer, als Wasserspeicher, als Luftfilter, Erholungsort und Lebensraum für viele Tierarten.   

Die Forderungen der Landesverbände sind in einem Positionsspapier der AGDW–Die Waldeigentümer zusammengefasst. Die Kernforderungen lauten:

  • Weitere Hilfen in Höhe von 500 Millionen Euro, um das Schadholz aus den Wäldern zu schaffen.
  • Die Landesregierungen müssen dafür sorgen, dass die bereits zugesagte Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ unbürokratisch und zügig in den Ländern umgesetzt wird, damit die Hilfen bei den Waldbesitzern ankommen.
  • Verzicht auf den Einschlag von Frischholz in den staatlichen Wäldern von Bund und Ländern, um den Abfluss des Schadholzes aus den Wäldern zu gewährleisten.
  • Steuerliche Erleichterungen für die Waldeigentümer, damit sie in die Wiederaufforstung vertrockneter Flächen investieren können.
  • Zur-Verfügung-stellen von Pflanzenschutzmittel, um die Massenvermehrung des Borkenkäfers aufzuhalten. Pflanzenschutz ist für die Waldeigentümer eine „ultima ratio“.
  • Aufforstung mit klimatoleranten, nichtheimischen Baumarten, die mit den Wetterveränderungen besser klarkommen.
AGDW-Die Waldeigentümer

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