Holzernte

Forwarder Ecolog 584F

Bearbeitet von Heinrich Höllerl

Die Weltpremiere des Ecolog 584F fand nicht in Schweden sondern bei WFW in Wolfegg statt. Auch der erste Kunde des ersten 16-t-Forwarders aus Söderhamn sitzt in Deutschland.

Der Forwarder 584F war der Star der kleinen Hausmesse bei Waldburg Forstmaschinen Wolfegg im vergangenen Sommer. Die weltweit erste Serienmaschine besaß selbstverständlich alles was die Ausstattungsliste hergibt. Neben der kommoden Kabinenfederung „Cushion Drive“, der Zentralschmieranlage und einer doppelten Garnitur an Bordcomputern (für die Vorwärts- und Rückwärtsfahrt) war das insbesondere der vollhydraulisch verstellbare Rungenkorb.

Bei diesem lassen sich nicht nur die Rungen und das Stirngitter per Knopfdruck absenken, sondern auch die Rungenstöcke direkt aus der Kabine heraus in der Breite verstellen. Das Außenmaß des Korbs variiert dadurch zwischen 2,85 m und 3,85 m. Daraus ergibt sich ein maximaler Lastquerschnitt von 6,1 m². In Verbindung mit dem ausziehbaren Rahmenheck erreicht die Laderaumlänge 5,61 m. So lassen sich zwei Stapel 3-m-Hölzer laden.

Mit etwas Fantasie kann der Fahrer also auf eine Fuhre fast 40 Rm Holz packen! Für so einen Volumentransport braucht man Kraft – den liefert zum einen der 7,7l-Volvo Penta mit einer Motorleistung von 210 kW und einer Zugkraft von 225 kN. Für die Ladearbeit kommt ein Epsilon X120-Kran zum Einsatz, mit einem üppigen Hubmoment von 159 kNm, einem Schwenkmoment von 45 kNm und einer langen Reichweite von 10,5 m.

Kalamitätsbewältigung und weite Rückeentfernungen

An dieser Stelle kommt Andreas Truskaller aus Goslar ins Spiel. In seiner Harz-Heimat ist leider das Abräumen von großen Käferflächen derzeit nicht nur täglich Brot, sondern die Hauptbeschäftigung für einen Forstunternehmer. Erschwerend kommt hinzu, dass es im Harz zum Teil sehr weite Rückeentfernungen gibt bis zum nächsten Lkw-fahrbaren Weg. Strecken von 1 km und mehr sind keine Seltenheit. Truskaller arbeitet häufig für die Firma Holz-Reimann und hat mit diesem Partner schon seit einiger Zeit die Trailer-Direktbeladung eingeführt. In dieser Konstellation bietet sich so ein großvolumiger Forwarder förmlich an.

Im Normalfall sind in unseren Gefilden die Rückegassen allerdings nur 4 m aufgehauen. Kein Problem mit dem verstellbaren Rungenkorb: In der schmalen Einstellung zirkelt der 584 genauso gut um die Bäume wie sein kleiner Bruder 574. Draußen auf dem Weg lassen sich die Schemel sogar im beladenen Zustand auseinanderfahren und der Fahrer kann die Fuhre komplettieren mit Material, das er sich schon vorher bereitgelegt hat.

Die ganze Geschichte finden Sie in der April-Ausgabe 2021 der Forst&Technik.

Heinrich Höllerl