Holzernte

Volle Kontrolle mit dem GMT 050 TTC

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Im Herbst 2020 hat der niederländische Gerätehersteller GMT Equipment sein TTC-System auf den Markt gebracht. TTC steht für Total Tree Control. Damit wird die kardanische Aufhängung der GMT-Fällgreifer blockiert und abgeschnittene Kronenteile können kontrolliert zu Boden gebracht werden. Wir haben einen der ersten Anwender besucht.

In Bad Feilnbach treffen wir Mitte November Markus Huber, Geschäftsführer der Firma Huber Kran in Rosenheim. Er hat von der Gemeinde den Auftrag erhalten, eine mächtige Buche zu entfernen. Da Huber mit seinem Magni-Fällkran nur vom angrenzenden Wanderparkplatz aus arbeiten kann, ist eine große Reichweite nötig. Gleichzeitig muss der Fällkopf gezielt die in alle Richtungen ragenden Äste greifen können. Deshalb hat er sich bei diesem Einsatz für den GMT 050 TTC entschieden.

Feststellen auf Pedaldruck

Der Greifer ist kardanisch aufgehängt, das heißt er schwingt frei. Per Pedaldruck lässt sich aber die Pendelbremse sowie das Tiltgelenk blockieren, so dass der TTC-Fällgreifer zum feststehenden Gerät wird. Solange der Fahrer das Pedal tritt, bleiben Pendelbremse und Tilt blockiert. Lässt er es los, schwingt der Greifer wieder frei. Die Signalübertragung erfolgt per Funk.

Das Fußpedal liegt einfach auf dem Boden der Fahrerkabine und ist gleichzeitig ein Sender. Der Empfänger sitzt vorn im Kopf, direkt über dem Sägenkasten. Bei Pedaldruck sendet er einen Stromimpuls an ein Hydraulikventil, das sich öffnet und die Pendelbremse sperrt. So kann Markus Huber Äste und Kronenteile sicher zu Boden bringen.

Alles über den Einsatz und Tipps zur Anwendung der TTC-Technologie lest ihr in der Forst & Technik 12/2021 sowie in unserer Digitalausgabe.

Marc Kubatta-Große