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Vierte Generation der N-Serie

Vierte Generation der N-Serie

Die Valtra N-Serie ist in der vierten Auflage erschienen. Die Vierzylinder-Traktoren haben jetzt viele der Funktionen aus der großen T-Serie mit sechs Zylindern übernommen. Den Antrieb besorgt ein AGCO Power-Motor (SISU) mit Tier-4f-Technik und bis zu 165 PS bei 730 Nm Drehmoment.Die neue Kabine ist mit der T-Serie weitestgehend identisch, obwohl das Fahrzeug deutlich kompakter ist. Sie bietet mit bis zu 6,5?m² Glasfläche eine ausgezeichnete Sicht und ist mit < 70 db sehr leise. Von den vielen Ausstattungsoptionen ist für den Einsatz im Forst vor allem das neue SkyView-Dachfenster interessant: Die große Polycarbonat-Scheibe inklusive Wischer im hinteren Kabinenhimmel verbessert die Sicht nach hinten und oben deutlich. Zweckmäßigerweise kombiniert man das mit der bekannten TwinTrac-Rückfahreinrichtung samt Drehsitz. Weitere Forstoptionen sind schmale Kotflügel und ein 160-l-Stahltank. Der Standard-Tank fasst 250 l, auf Wunsch gibt es eine Version mit 300 l. Der AdBlue-Vorrat beträgt jeweils 45 l.Kraft auf den Boden bringenDie Getriebeoptionen der neuen N-Serie sind umfassender als zuvor: HiTech, Active, und Versu sind fünfstufige Lastschaltgetriebe. Das Valtra-eigene Stufenlosgetriebe heißt Direct. Alle drei sind jeweils mit einer Load-Sensing-Pumpe ausgestattet und haben wahlweise 115, 160 oder 200 l/min Leistung. Das HiTech-Getriebe ist mit einer Zahnradpumpe kombiniert und leistet 73 oder 90 l/min. Bei HiTech und Active sind mechanische Steuergeräte verbaut, bei Versu und Direct elektronische Steuergeräte. Insgesamt kann die N-Serie mit bis zu sieben Steuergeräten im Heck ausgeliefert werden und bis zu vier an der Front. Die Lastschalt-Traktoren bieten die „Hillhold“-Berganfahrhilfe, den patentierten Hydraulikassistenten und eine Antischlupfregelung, um selbst unter schwierigen Bedingungen produktiv zu bleiben. ASR ist für den Traktorenbereich eine neue Entwicklung: Wie im Pkw regelt das System die Motorleistung, falls das Verhältnis von Radar und theoretischer Reifengeschwindigkeit einen eingestellten Wert überschreitet (Schlupf). Das Ziel ist, den Fahrer dabei zu unterstützen, die beste Kraftübertragung und Kraftstoffeffizienz zu erreichen und dabei gleichzeitig Bodenschäden zu verhindern.Die Zapfwelle gibt es mit drei Geschwindigkeiten, auf Wunsch ist zusätzlich eine Wegzapfwelle für den synchronisierten Antrieb eines Rückewagens erhältlich.Nur SCRAGCO Power setzt bei seinen Motoren seit 2009 auf die SCR-Technik mit AdBlue-Tank. Das Katalysator-System erreicht die Abgasnorm ohne Dieselpartikelfilter oder Abgasrückführung. Die Motorenleistungen liegen zwischen 77 kW und 165 kW bei maximalen Drehmomenten von 470 bis 680?Nm. Valtras Sigma Power Technologie liefert zusätzliche 10 PS wenn die Zapfwelle unter Last steht. Im Spitzenmodell N174 Sigma+ sind es sogar 20 PS zusätzliche Leistung. Dazu kommen jeweils rund 50 Nm Extrakraft. Alle Modelle haben daneben einen Transportboost, der Zusatzleistung bei der Fahrt liefert.Die vierte Generation der N-Serie ist mit einem Wenderadius von 4,5 m und einem Radstand von 2 665 mm wendig, aber zugleich stabil auf der Straße. Mit einer Bodenfreiheit von 55 cm gibt es bei Forsteinsätzen keine Einschränkungen.Das Serviceintervall von 600 Stunden spart Geld und erlaubt in der Spitzenzeit einen Einsatz ohne Unterbrechung. Für die tägliche Inspektion muss der Fahrer nur fünf einfache Checks machen.

Valtra/Red.

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