Am Rande des Agrar-Rats in Luxemburg haben die vier waldreichen Mitgliedsstaaten Finnland, Schweden, Slowenien und Österreich eine neue Allianz gestartet: Die „For Forest Group“. Landwirtschaftsminister (v.r.) Norbert Totschnig mit seiner slowenischen Amtskollegin Irena Šinko, dem finnischen Minister Antti Kurvinen und dem schwedischen Minister Torbjörn Haak.
Am Rande des Agrar-Rats in Luxemburg haben die vier waldreichen Mitgliedsstaaten Finnland, Schweden, Slowenien und Österreich eine neue Allianz gestartet: Die „For Forest Group“. Landwirtschaftsminister (v.r.) Norbert Totschnig mit seiner slowenischen Amtskollegin Irena Šinko, dem finnischen Minister Antti Kurvinen und dem schwedischen Minister Torbjörn Haak.
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Vier Länder gründen Forstallianz „For Forest Group“

21. Oktober 2022
Die vier waldreichen EU-Mitgliedsstaaten Finnland, Schweden, Slowenien und Österreich starten eine neue Allianz: Die „For Forest Group“. Ziel sei es die aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung in den vier Ländern zu schützen und weiter auszubauen.

Die vier waldreichen EU-Mitgliedsstaaten Finnland, Schweden, Slowenien und Österreich starten eine neue Allianz: Die „For Forest Group“. Ziel sei es die aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung in den vier Ländern zu schützen und weiter auszubauen.

Voraussetzung dafür ist, dass das Subsidiaritätsprinzip der Forstpolitik auf EU-Ebene respektiert werde. Die strategische Allianz will dies durchsetzen. Die waldreichen Länder haben eine lange Tradition und Expertise in der Forstwirtschaft, argumentieren die zuständigen Forstminister.

„For Forest Group“ will Waldbewirtschaftung schützen

Hauptziel unserer Partnerschaft sei, Wissen und bewährte Maßnahmen auszutauschen, aber vor allem forstbezogene Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene im Einklang mit dem Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu gewährleisten. Gerade in Zeiten der Energiekrise sei es notwendig, die erneuerbaren Ressourcen, die der Forstsektor bietet, zu nutzen statt zu beschränken.

Österreich, Finnland, Slowenien und Schweden bilden den Kern der Gruppe, weitere Mitgliedstaaten haben die Möglichkeit sich an Initiativen zu beteiligen bzw. einzubringen. Die vier Gründungsmitglieder wollen eine jährliche Forstkonferenz organisieren, die vom jeweils rotierendem Vorsitzland ausgerichtet wird. Den Auftakt wird Österreich im Jahr 2023 machen.

Bestehende Monitoringsysteme berücksichtigen

Am 17. Oktober, dem Tag der Verkündung der neuen Forstallianz, haben die Forstminister Österreichs und Finnland, Norbert Totschnig und Antti Kurvinen, die EU-Kommission im Rahmen des Rats der EU-Landwirtschaftsministerinnen und -minister in Luxemburg dazu aufgefordert, bei der Erstellung eines europäischen Waldmonitorings bestehende Datensysteme der Mitgliedsländer zu berücksichtigen.

Die Forderung bezieht sich auf einen Vorschlag der EU-Kommission im Zusammenhang mit der EU-Waldstrategie für 2030 für einen Rechtsakt für die Beobachtung, Berichterstattung und Datenerhebung zum Wald. Die Initiative Österreichs und Finnlands werde breit mitgetragen und von insgesamt 19 Mitgliedsstaaten unterstützt, diese machen zusammen rund 80 Prozent der Waldfläche der EU aus.

Quelle: BML