Plakat zu „Draußen macht Schule | vielfältig“
„Draußen macht Schule | vielfältig“ hat Ende Oktober das Klassenzimmer in Richtung Wald geöffnet - aber nicht nur der Wald stand im Fokus.
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Vielfältiger Draußenunterricht im Wald

03. Dezember 2022
„Draußen macht Schule I vielfältig“ heißt die Tagung der SDW Bayern, die vor Kurzem in Bad Sulza stattgefunden hat. Es wurde gezeigt: Der Wald, aber auch andere Orte außerhalb des Klassenzimmers sind wichtig für das Lernklima von Kindern.

Wenn Ideen Früchte tragen und Überzeugungen geteilt werden, dann ist das ein gutes Gefühl. Dieses Gefühl durften einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Tagung „Draußen macht Schule I vielfältig“ erfahren, berichtet die SDW Bayern. Die Tagung fand vom 27. bis 29. Oktober 2022 in Bad Sulza, Thüringen statt. Ein Gastbeitrag von Mirjam Kronschnabl-Ritz.

Draußenunterricht: wichtig für Körper und Seele

Die Vision zur Veranstaltung der Tagung war klar formuliert, nämlich wie Draußenlernen irgendwann ganz normaler Alltag werden kann. Wichtig ist, dass es hierbei grundsätzlich nicht um das Draußenlernen und den Draußenunterricht im Aktionsort Wald geht, sondern allgemein um einen Aktionsort außerhalb des Klassenzimmers. Dieser Ort kann der nahegelegene Bäcker sein, aber auch der Friedhof oder Museen kommen infrage.

Der Draußenunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zu einer Bildung der Zukunftskompetenzen. Durch das Lernen an anderen Orten, außerhalb des Klassenzimmers, können wichtige Erfahrungen für Körper und Seele gesammelt werden.

Draußenunterricht als festes Bildungskonzept

Die Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Draußenunterricht“ hatte das Ziel, die Vielfalt des Draußen-Lernens aufzuzeigen. Dabei standen sowohl theoretische Impulse anhand von Workshops und Keynotes sowie Einblicke in die Outdoor-Education im Vordergrund. 108 Personen, primär aus Deutschland, aber auch Referentinnen, Referenten und Gäste aus Dänemark und der Schweiz waren anwesend.

Lehrer müssen draußen lehren lernen

Hauptzielgruppe waren Lehrkräfte und Menschen aus dem Pädagogik- und Bildungsbereich. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren besonders der persönliche Austausch und das Vernetzen untereinander wichtig. Dabei ging es nicht nur darum, im Netzwerk zusammenzuarbeiten, sondern v.a. sichtbar zu werden, und die Gesellschaft wie auch Bildungspolitik vom Draußenunterricht zu überzeugen.

Mit diesem Ziel vor Augen, wurden Workshops unterschiedlichster Themen angeboten, z.B. Wie funktioniert Lernen im Wald? Und Mathe unter freiem Himmel? Zwei Vertreterinnen der SDW Bayern boten den Workshop „Unterricht im Wald – Transfer von drinnen nach draußen“ an. Anke Camphause und Olivia Dieser stellten einen aktuell gestalteten Ordner „Unterricht im Wald“ mit 55 Unterrichtseinheiten nach Baukastenprinzip vor.

Tagungsziel mit Weitsicht: Kinder draußen unterrichten

Im nächsten Jahr soll eine weitere Tagung zum Draußenlernen abgehalten werden. Hier sollen die gesetzten Ziele bewertet, aber auch konkret Maßnahmen besprochen werden, wie Kinder den Klassenraum im schulischen Kontext noch öfter verlassen können. Draußenunterricht soll weiterhin im Fokus liegen, jedoch das Kernthema wird ein Neues sein.

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Mit Material von SDW Bayern
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