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Verwaltungsvereinbarung zur Ausbildung von Forstpersonal

Zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz wurde eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet, welche die Zusammenarbeit der Länder bei der Ausbildung für den gehobenen Forstdienst sowie der Forstwirte regelt.

Die rheinland-pfälzische Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken und ihr saarländischer Amtskollege Reinhold Jost unterzeichneten am 15. März in Saarbrücken diese Vereinbarung. Es sei sinnvoll, gemeinsam vorhandene Ressourcen zu nutzen. Davon würden nicht nur die Landesforstbetriebe profitieren, sondern der Blick über den Tellerrand zu teilweise anderen Strukturen oder Schwerpunkten erweitere auch den Horizont der Nachwuchskräfte, erklärten Höfken und Jost anlässlich Vertragsunterzeichnung.
„Die Zusammenarbeit unserer beiden Häuser hat eine gute Tradition. Nach der Vereinbarung zur Waldzustandserhebung und dem Staatsvertrag zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald unterzeichnen wir heute bereits die dritte Kooperation der beiden Forstministerien“, erklärte Ministerin Höfken.
Der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes betonte: „Dies ist ein wichtiger Schritt für die Forst- und Holzwirtschaft im Saarland. Wir reagieren damit auf die Auswirkungen des demografischen Wandels, das hohe Durchschnittsalter des Forstpersonals und auf den zunehmenden Wettbewerb um gute junge Nachwuchskräfte im Saarland.“
Forstwirtschaft und Nachwuchskräfte profitieren
Rheinland-Pfalz übernimmt die überbetriebliche Ausbildung saarländischer Auszubildender zum Forstwirt/zur Forstwirtin. „Am Forstlichen Bildungszentrum Hachenburg wird forstliches Wissen nach neuesten Erkenntnissen durch qualifizierte Fachlehrer vermittelt“, so Höfken. Die Einrichtung verfügt über Seminarräume, Werkstätten, Wohnbereiche und die nötige Infrastruktur um auch am praktischen Beispiel im Wald zu lehren. Das Bildungszentrum ist seit jeher nicht nur auf staatliche Auszubildende von Landesforsten begrenzt, sondern wird auch von privaten und kommunalen Auszubildenden besucht. In neun einwöchigen Modulen werden Ausbildungsinhalte zum Beispiel zur Arbeitssicherheit, Holzernte, Begründung von Waldbeständen, Naturschutz und Landschaftspflege, oder dem Waldschutz vermittelt.
Bei den Forstinspektoranwärterinnen und Forstinspektoranwärtern unterrichten und prüfen rheinland-pfälzische und saarländische Lehrkräfte Ausbildungsziele und Inhalte wie zum Waldrecht, der Umweltbildung, zur Arbeitssicherheit, dem Naturschutz oder zur forstlichen Förderung und hoheitlichen Tätigkeiten.
„Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist ein beiderseitiger Gewinn. Im Saarland profitiert nicht nur der SaarForst von der neuen Gemeinschaftsaufgabe. Mit der zukünftigen Kooperation können wir jungen Menschen wieder ein attraktives Ausbildungsangebot im Bereich der Forstwirtschaft bieten“, so Jost.
MUEEF Rheinland-Pfalz, MUV Saarland

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