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Hermann Maier belädt vom Scania-Lkw aus den ausziehbaren Sattelauflieger seines Kollegen

Die Vorteile der verschiebbaren Kurzholzanhänger

Der Wind pfeift unangenehm kalt aus Osten und treibt feine Schneeflocken vor sich her. Die Sonne ist nur zu erahnen, hier an den Ausläufern des Bayerischen Waldes gleich oberhalb von Passau. Trotzdem geht das Holzgeschäft weiter. Zwei Salzburger Holzlaster stehen am Polter und holen frische Ware.

Ein Tiroler Großsägewerk hat sich das Los nahe Thyrnau gesichert. Das ergibt für die Fahrer gerade mal eine Tour pro Tag. Die Zeit muss also genutzt sein. Knapp nach Mittag treffen die Fahrer Hans Lix auf seinem Mercedes Arocs mit Sattelauflieger und Hermann Maier mit seinem kaum eingefahrenen Scania R650 Gliederzug ein. Sie sind beim Salzburger Speditionsunternehmen Pölzleitner angestellt. Es geht einen ziemlich ramponierten Asphaltweg zum Lager. Der Weg hat schon einiges mitgemacht, denn seit 2017 kommt der recht überschaubare Waldstreifen nicht zur Ruhe. Erst der Sturm, dann 2018 der Käfer haben Schadholz von etwa 10 000 Fm produziert. Nur ein paar Pappeln und Espen zeigen noch, wo mal Wald stand. Und natürlich die Fahrstreifen der Erntemaschinen.

Der Schnee ist durch die Überfahrten gefroren, Ketten anlegen am Umkehrplatz zahlt sich nicht aus. Der tschechische Fahrer des Komatsu-Forwarders vom Forstbetrieb Mederer ist froh, einmal aus der Fummelei mit dem Zweimeterholz rauszukommen. Klar, dass er den Scania um die Kurve zieht. Das Seil dazu hat der Lkw-Fahrer dabei. Er zieht es aus einem Rohr gleich vor dem Unterfahrschutz am Motorwagen. Deckel auf, Seil raus. Dort liegt es vor Nässe und Salz geschützt und rostet nie. Gute Idee, fein umgesetzt. „Wir setzen die Ideen unserer Kunden um, wenn es machbar ist“, erklärt Markus Riedler, der das Treffen organisiert hat.

Die Vorteile der verschiebbaren Anhänger

Es geht ihm um die Vorteile der verschiebbaren Anhänger. Die braucht dieser Kunde, weil er die Züge vor allem im Ferntransport einsetzt. Da muss gefahren werden, was am Wegesrand liegt. Die Umrüstzeiten sind möglichst kurz zu halten. Riedlers Rezept dafür sind teleskopierbare Rahmen für Sattelauflieger und Drehschemelhänger. Der Vorgang ist leicht erklärt: Fahrzeug einbremsen, Verriegelung per Knopfdruck lösen, Fahrzeug vor- oder zurückfahren und schon ist nach dem Einrasten des pneumatisch gespannten Bolzens einer der fünf möglichen Radstände hergestellt. Zwei Rungenstöcke können mit dem Greifer so verschoben werden, dass sie für jede Ladung passend sitzen. Am Hänger können so von drei Stößen Zweimeterholz bis hin zu Doppelstößen dreier-, vierer- oder sechsmetrigen Holzes gefahren werden. Am Lkw begrenzt der Kran die Ladelänge, Sechsmeterholz kann aber auch er fahren. Doppelstöße Zweier und Dreier sind am Motorwagen ebenfalls kein Problem.

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Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 4/2019.

Anton Friedrich

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