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Auf dem Event „Verrücktes Holz“ zeigen Waldarbeiter mit einer speziellen Schnitttechnik, wie man mit der Motorsäge Figuren aus einem Baumstamm formen kann.

„Verrücktes Holz“

Wer hat nicht schon daran gedacht, einmal seine Kräfte beim echten Holzeinschlag in einem Wald zu testen? Sozusagen bei Waldarbeiten zu schwitzen wie in Zeiten vor der Erfindung der Motorsäge und nur mit Muskelkraft die Säge „singen“ zu lassen? Bei der Veranstaltung „Verrücktes Holz“ am 21.und 22. April auf dem Gelände des Freilichtmuseums Kommern könnte dieser Traum Wirklichkeit werden.

Zuerst aber sollte man dem „Förster von anno pief“ beim Auszeichnen der Bäume über die Schulter schauen, sich vom ihm die Technik erklären lassen. Anschließend kann man dann unter seiner Anleitung den Einschlag mit Axt, Fällkeil und Drumsäge erproben. Es ist schon ein gewaltiger Moment, wenn man selbst die Säge geführt hat und der Eichenbaum mit ganzer Wucht zu Boden fällt. Anschließend erklärt der Förster, wie Holz vermessen und seine Qualität als Bauholz oder Brennholz begutachtet wird.

Über 25 Kaltblutpferde übernehmen den Holztransport aus dem Museumswald. Aber auch alte Traktoren und Maschinen werden im Einsatz sein. So werden ein Bulldog und ein Unimog ein gigantisches mobiles Sägegatter und eine Kreissäge betreiben.

Weitere Zugpferde auf dem Event „Verrücktes Holz“

Als besondere Attraktion zeigt ein Waldarbeiter mit einer speziellen Schnitttechnik, wie man mit der Motorsäge Figuren aus einem frisch gefällten Baumstamm formen kann. Handwerkern kann man bei der Herstellung von Nistkästen, Reisigbesen, Rechen, Heugabeln und vielem mehr, was für die Arbeit in Haus und Hof gebraucht wurde, zusehen.

Kinder können unter Anleitung an der Drehbank drechseln und so ihr eigenes Holzspielzeug herstellen. Sie können aber auch ausprobieren, wie aus gesammelter Birkenrinde und Zunderschwamm ein Feuer entfacht wird. Geheimnisvolle Zeichen und Zahlen entdecken die Kinder an den Eichenbalken, wenn sie gemeinsam ein komplettes Fachwerkhaus in Miniaturformat aufstellen. Aber auch Schneebesen können die Kinder basteln. So manches Küchengerät war früher aus Holz und wurde in Handarbeit hergestellt.

Rheinische Holzhauermeisterschaft

Das WaldPädagogikZentrum Eifel feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen und richtet für die Museumsgäste am Sonntag die neunte Rheinische Holzhauermeisterschaft mit einem Sägewettbewerb an der Drumsäge aus. Teilnehmen können „gestandene“ Sägeteams aus zwei Teilnehmer/innen. Besonders willkommen sind dabei Eltern-Kind-Teams jeden Alters. Allen Gewinnerteams winken tolle Preise – natürlich zur Holzbearbeitung!

Hier zeigt sich das „Verrückte Holz“: Freilichtmuseum Kommern, Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde, Eickser Straße, 53894 Mechernich-Kommern

Weitere Informationen unter www.kommern.lvr.de

Red./Quelle: Landschaftsverband Rheinland

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