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Im SaarForst kam es wie in anderen Teilen des Landes vermehrt zu einem Befall durch den Borkenkäfer in Fichtenbeständen.

Saarforst meldet vermehrten Borkenkäferbefall

In den Gebieten „Im Lerchenfeld“, „In der Fröhn“ und „Im Dreibannstein“ im Bundesland Saarland kam es zu verstärktem Borkenkäferbefall. Deshalb wurde bereits 200 fm Holz befallener Bäume eingeschlagen.

Die Borkenkäfer hinterlassen Schadflächen von unterschiedlicher Struktur. Es treten sowohl große Freiflächen als auch Lücken oder Kleinflächen auf, die von punktuellem Befall zeugen. Hinzu kommt, dass befallene Bäume erst spät zu erkennen sind und der Befall sich über einen langen Zeitraum hinziehen kann. So kann aus einem lockeren Restbestand schnell eine Freifläche entstehen.

Käferhiebe sind gemäß Landeswaldgesetz erlaubt

Ein Vorgehen gegen den Borkenkäfer – auch durch flächigen Einschlag befallener Bäume – geht konform mit den Zielen einer naturnahen, kahlschlagfreien Forstwirtschaft. Dies widerspricht nicht dem Landeswaldgesetz, wonach Kahlschläge nicht erlaubt sind. „Käferhiebe“ sind Maßnahmen aufgrund des Naturereignisses Schädlingsbefall und diese gelten nicht als Kahlhiebe“ (§12 (4) Ziffer 3 Landeswaldgesetz).

Wieso werden Bäume in der Brut- und Setzzeit gefällt? Die gesetzliche Regelung zu Fristen von Baumfällungen nach Bundesnaturschutzgesetz (§39 BNatSchG) bezieht sich auf Bäume außerhalb des Waldes. Daher gibt es keine Restriktionen zur Fällung von Bäumen im Wald. In Verbindung mit § 44 BNatSchG wird seitens des SaarForst Landesbetriebes auf die Durchführung einer ordnungsgemäßen und planmäßigen Forstwirtschaft in der Brut- und Setzzeit wenn möglich verzichtet. Zudem ist nach § 16 (1) Landeswaldgesetz der Waldbesitzer verpflichtet, Schäden, die dem Wald durch tierische Schädlinge drohen, abzuwehren. Daher ist ein sofortiger Einschlag der befallenen Bäume zwingend notwendig.

Im Herbst werden die durch Käferhiebe entstandenen Freiflächen im Revier Sulzbach wieder bepflanzt werden. Dabei sollen vorrangig Esskastanie, Traubeneiche und Hainbuche aufgeforstet werden. Hinweisschilder werden vor Ort die Waldbesucher auf die Situation aufmerksam machen.

Auskünfte gibt der zuständige Revierförster Nils Lesch: 0681-9712866 oder mobil: 0160-2021428

SaarForst

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